Pessimismus und Mangel an Liebe

Der Roman zeichnet ein düsteres Panorama der Großstadtrealität in der Nachkriegszeit. Gleich zu Beginn entwirft Koeppen als pessimistischer Zeitdeuter ein bedrückendes politisches und gesellschaftliches Bild der Gegenwart. Der Roman ist geprägt von einer angsterfüllten Grundstimmung. Schlagzeilen, Radiomeldungen, Zitate und Erzählerkommentare schildern fortlaufend die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation und das Zeitklima. Der Frieden ist erneut durch weltpolitische Konflikte gefährdet. Die Stimmung der Figuren ist stark mit dem historischen Kontext verknüpft. Ihre Gefühle sind von Angst und Unsicherheit geprägt, und ihre psychische Realität ist charakterisiert durch fehlende Hoffnung, Entfremdung, Anonymität, Isolation, Misstrauen und Fremdenfeindlichkeit. Die Figuren leiden unter den Umständen der Zeit und erscheinen wie Gejagte, Verlorene oder Suchende. Ihre Leben sind fremdbestimmt und von Zuf...

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