Komik und Groteske

Trotz des schonungslosen und pessimistischen Grundtons ist der Roman durchgehend auch von unterschiedlichen Formen von Humor geprägt. Verwechslungen, Missverständnisse, Flucht oder technische Probleme bieten die Gelegenheiten für Charakterkomik, Situationskomik oder Verwechslungskomik und auch manchmal für groteske Situationen.

Philipp sorgt wegen seiner Schüchternheit und Verlegenheit für Charakterkomik, als er sich zum Beispiel aus Geldnot in einem Schreibmaschinenladen als Patentkleberverkäufer versucht. Nach langem Zögern betritt er das Geschäft, wagt aber nicht, sein Produkt anzubieten. „... nun saß er in der Tinte, nein, stand da mit dem Kleister …“ (S.60). Stattdessen gibt er sich als Kunde aus und probiert ein Diktiergerät aus. Zum Sprechen genötigt, kann Philipp seine persönlichen Probleme nicht für sich behalten und offenbart zum Schuss auch das Motiv seines Besuchs: „Oder soll ich lieber den Kleister …“ (S.62). Beim Abspielen der Aufnahme befremdet ihn seine eigene Stimme. Er fühlt sich nackt. Er erschrickt so sehr über seine eigene Stimme und was er gesagt hat, dass er fluchtartig das Geschäft verlässt. (Abschnitt 28)

Philipp sorgt auch für Verwechslungs- und Situationskomik, als er im Auftrag des „Neuen Blattes“ mit Edwin ein Interview führen soll. Als er im Hotel eintrifft, kommt es zu einer Reihe von peinlichen Verwechslungen. Zunächst wird Philipp selbst für den berühmten Edwin gehalten, anschließend für seinen Sekretär und schließlich für seinen Freund, obwohl er ihn persönlich gar nicht kennt, sondern nur seine Werke. (Abschnitt 39)

Später, als Philipp erkennt, dass er nicht mehr fähig ist, das Interview mit Edwin zu führen, will er das Hotel unauffällig verlassen....

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