Die Amerikaner und Deutschland

Die amerikanischen Figuren im Roman sind entweder Soldaten oder Touristen. Zwar ist Edwin auch ein international berühmter und preisgekrönter amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Philosoph, aber er lebt seit Langem schon in Europa und fühlt sich in seinen Gedanken weitgehend als Europäer.

Zu den Soldaten gehören Washington, Odysseus und Richard Kirsch. Ihre Einstellungen und Situationen sind sehr unterschiedlich.

Washington Price ist ein afroamerikanischer Sergeant, der in der Stadt stationiert ist. Früher berühmter Profibaseballspieler, ist er ein durchtrainierter und gut gebauter Athlet. Er ist mit dem 1. Präsidenten der USA, George Washington, der der Verfasser der Menschenrechte war, verwandt. Er besitzt eine Limousine. Er hat sich in Carla, die Kriegerwitwe und Sekretärin bei der US-Army ist, verliebt. Durch seine Stellung beim Militär kommt er an Lebensmittel und Genussgüter heran, die er Carla schenkt. Er kauft nur das Beste für sie und zeigt damit seine Liebe zu ihr. Er gewinnt Carla mit geduldigem Warten und Geschenken. Als Carla von ihm schwanger wird, will sie das Kind abtreiben lassen, aus Angst, die Zukunft ihres ungeborenen Kindes könne von Vorurteilen, gesellschaftlicher Isolation und rassistischer Diskriminierung erschwert werden. Washington steht fest zu seiner bedingungslosen Liebe. Er will das Kind und ruft den Arzt an. Es gelingt ihm, Carla zu überzeugen, das Kind zu behalten. Er wünscht sich ein glückliches Familienleben und will Carla heiraten.

Er wünscht das Beste für Carla, die er aufrichtig liebt und er zeigt große Fürsorge.

Washington ruft seine Eltern in Louisiana an, um von ihnen das Geld für die Familiengründung zu erbitten. Er teilt seinen Eltern mit, er wolle Carla heiraten, sie erwarte ein Kind und er brauche Geld. Er sagt nichts dazu, dass er das Geld dafür braucht, ihr gemeinsames Kind zu retten. Die Eltern fragen sich, wie Washington mit Carla in ihrem Viertel leben könnte, in einem „Negerviertel“, wo eine Weiße unerwünscht wäre wie früher in Deutschland die Juden. Es wird Washington klar, dass ein gemeinsames Leben in den Staaten schwierig wird. Er ist sich der rassistischen Realität dort bewusst, und er weiß, dass die Erde kein „Negerhimmel“ ist. Beim Telefonat mit seinen Eltern träumt Washington von der Eröffnung eines Hotels in Paris namens „Washington‘s Inn“ mit der Türaufschrift „Niemand ist unerwünscht“. Er möchte mit Carla in Paris leben, weil er meint, es gäbe in Frankreich weniger Diskriminierung und Rassismus als in Deutschland und in den USA.

Washington ist der Hoffnungsträger im Roman. Er hört trotz der Schwierigkeiten und der Probleme nicht zu hoffen auf. Er glaubt an eine bes...

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