Inhaltsangabe

„Tauben im Gras“ erschien 1951 und erzählt die Geschichte eines einzigen Tages in einer unbekannten Großstadt in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland in den ersten Jahren des Wirtschaftswunders. Der Tag ist, wie man anhand der Schlagzeilen feststellen kann, der 20. Februar 1951. Der Roman erzählt die Ereignisse dieses Tages, an welchem über dreißig Personen mit den verschiedensten Einstellungen und Hintergründen aufeinandertreffen oder aneinander vorbeigehen. Der Autor verzichtet in seiner Beschreibung auf eine zentrale Handlung und stellt auch kein Einzelschicksal in den Vordergrund. In der Erzählung gibt es keinen einzelnen Helden, stattdessen treten eine Reihe von Personen in der Geschichte auf.

Der Titel ist ein Literaturzitat. Die Formulierung des Titels „Tauben im Gras“ ist eine Teilübersetzung des dem Buch vorangestellten Mottos „Pigeons on the grass alas”. Dieses Zitat stammt aus dem 1929 veröffentlichten Gedicht „From Four Saints in Three Acts“ der Dichterin Gertrude Stein, der Muse der Moderne, die von Koeppen wegen ihres poetologischen Schreibstils bewundert wurde. Die Formulierung „Tauben im Gras“ muss man metaphorisch verstehen. Die Vögel sind Lebenswesen, die sich im Gras versammeln, kommen und zufällig wegflattern, sich dann wieder niederlassen, ohne dass ein innerer Zusammenhang erkennbar wäre. Tauben ...

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