Einleitungssatz

Sprungbrett für Ideen

Der Roman spiegelt die zeitgenössische Wahrnehmung der Welt in der Nachkriegszeit wider. Die Gesellschaft ist orientierungslos und chaotisch, es fehlt an Wertorientierung und Kommunikation. Ängste und Handlungsunfähigkeiten bestimmen den Alltag. Durch eine wechselnde und somit verwirrende Anordnung von Handlungssträngen werden sehr viele Figuren in den Blick genommen. Der Leser erhält im Verlauf des Romans Einblick in verschiedene soziale Milieus und Schicksale während der chaotischen Nachkriegszeit. So wie Tauben im Gras irren Menschen orientierungslos und verloren durch die Welt und suchen nach einem Sinn im kaputten System.

Tauben im Gras erschien 1951 und erzählt die Geschichte eines einzigen Tages in den ersten Jahren des Wirtschaftswunders in einer unbekannten Großstadt in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland. Der Tag ist, wie man mithilfe der Schlagzeilen feststellen kann, der 20. Februar 1951. Das Besondere dieses Romans ist das Fehlen von Zentral- und Hauptfigur. Vielmehr begegnet dem Leser in „Tauben im Gras“ eine bunte Schar scharf umrissener Gestalten. Über dreißig Personen mit verschiedenen Einstellungen und Hintergründen treffen aufeinander oder gehen aneinander vorbei. Deren Erlebnisse und Schicksale sind auf unterschiedlichste Art miteinander verbunden, und ihre Handlungen und Begegnungen scheinen weitge...

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