Alter und Tod

"Tschick" ist ein Roman über zwei Teenager, die gerade beginnen, ihr eigenes Leben zu leben und eigene Erfahrungen zu machen. Doch zwischen den Erfahrungen erster Liebe und echter Freundschaft, den komischen Episoden und Begegnungen mit freundlichen Menschen mischen sich auch Gedanken an Vergänglichkeit und Tod.

So sitzen Maik und Tschick vor der Dorfbäckerei und verdauen noch die Begegnung mit Familie Heckel, da beobachtet Maik mehrere Gruppen von Rentnern, die aus Reisebussen steigen. Ihm fällt auf, dass sie alle beige gekleidet sind, und er denkt darüber nach, wie das Alter sie alle gleichgemacht hat.

„Es fiel mit ungeheuer schwer, mir auszumalen, dass diese alten Frauen auch einmal jung gewesen sein mussten. Dass sie einmal so alt gewesen waren wie Tatjana und sich abends zurechtgemacht hatten und in Tanzlokale gegangen waren, wo man sie vermutlich als junge Feger oder so was bezeichnet hatte, vor fünfzig oder hundert Jahren. Nicht alle natürlich. Ein paar werden damals schon öde und hässlich gewesen sein. Aber auch die Öden und Hässlichen haben mit ihrem Leben wahrscheinlich mal was vorgehabt, die hatten sicher auch Pläne für die Zukunft. Und auch die ganz Normalen hatten Pläne für die Zukunft, und was garantiert nicht in diesen Plänen stand, war, sich in beige Rentner zu verwandeln (...). Am meisten deprimierte mich der Gedanke, dass unter diesen Rentnerinnen auch welche sein mussten, die nicht langweilig oder öde gewesen waren in ...

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