Romeo Montague

Naiv, verliebt und unreif

Romeo gehört der veronischen Adelsfamilie Montague an und ist der Sohn des Grafen und der Gräfin Montague. Obwohl dies im Text nicht thematisiert wird, ist davon auszugehen, dass es sich bei Romeo um einen sehr jungen Mann handelt. Hat er dasselbe Alter wie Julia, so ist er zwischen 13 und 14 Jahren alt. Er ist seinem Alter entsprechend sehr impulsiv und leidenschaftlich, ist überall beliebt und hat zwei sehr enge Verbündete: Bruder Lorenzo und Benvolio. Dass er sehr gebildet ist, lässt sich an seiner Sprache und Eloquenz deutlich erkennen: „Denn Schönheit, die der Lust sich streng enthält, Bringt um ihr Erb' die ungeborne Welt“ (1. Akt, 1. Szene, 16). An seiner gefühlvollen Art zu sprechen, zeigen sich außerdem deutlich seine Sensibilität und seine starke Empfindsamkeit.

Zu Beginn des Stücks ist Romeo ein etwas unreifer und naiver junger Mann, der sich in seine Liebe zu Rosaline hineinsteigert. Sie allerdings plant, in ein Kloster zu gehen, was ihm höllische Qualen zu bereiten scheint (s.o.). Es wirkt jedoch, als sei er eher verliebt in das Verliebtsein als tatsächlich in Rosaline: „Nein, Lieb' entbehr' ich, wo ich lieben muss.“ (1. Akt, 1. Szene, 14). Somit entspricht er dem Bild eines typisch elisabethanischen Liebhabers: Melancholisch, etwas selbstzerstörerisch und mit sich selbst beschäftigt. Von der...

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