Charakterisierung Familie Capulet

Graf und Gräfin Capulet haben nur eine Tochter: Julia. Sie ist ihr Ein und Alles. Sie haben keine Ahnung von Julias Liebe zu Romeo und planen deshalb, sie mit dem wohlhabenden Paris zu verheiraten. Als Julia versucht, sich aus diesem Arrangement herauszuwinden, reagiert das Ehepaar Capulet zurückweisend und versteht nicht, woraus Julias Abneigung resultiert.

Julia ist hingegen wegen der Feindschaft zu den Montagues nicht in der Lage, ihren Eltern zu gestehen, dass sie sich in Romeo verliebt hat und ihn Paris jederzeit vorziehen würde. Stattdessen reagiert sie ihren Eltern gegenüber ablehnend und für diese unverständlich: „Nun, bei Sankt peters Kirch‘ und Petrus selbst! Er soll mich nicht als frohe Braut begleiten.“ (Dritter Akt, Fünfte Szene, 93).

Graf und Gräfin Capulet sind wie auch die Montagues seit Generationen in der Fehde zwischen den beiden Familien gefangen. Dabei hinterfragen sie den Konflikt nicht mehr, sondern führen ihn lediglich fort. Auch der Leser bzw. Zuschauer des Stücks erfährt nicht, aus welchem Grund sich die Adelsfamilien einst entzweit haben. Als Tybalt getötet wird, wittert die Gräfin Capulet sogleich eine Tat seitens der Montagues und schwört blutige Rache für den Tod ihres Familienangehörigen: „Ich fleh um Recht Fürst, weise mich nicht ab: „Gib Romeo, was er Tybalt gab!“ (Dritter Akt, Er...

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