Licht und Dunkelheit

Shakespeare unterstützt die Handlung mit einer ausgeprägten Bildhaftigkeit aus Licht und Dunkelheit. So erscheint Julia Romeo als ein helles Licht, das die „Kerzen [lehrt] hell zu glühen“ (1. Akt, 5.Szene, S.33), sie ist ihm die „Sonne“ (2.Akt, 2.Szene, S.41), die ihn von seiner Traurigkeit befreit. Sie ist von solcher Schönheit für ihn, dass sie sogar den Glanz der Sterne überstrahlt (ebd.). Julia wird von Romeo mit dem klassischen Inventar der Liebeslyrik als gleißende, Glück bringende Erscheinung beschrieben.

Das Licht ist demnach das Bild für die reine, unbeschwerte Liebe. Die Liebe Julias zu Romeo fungiert fast als die Hoffnung, die die blutige Fehde zwischen den beiden Familienclans beenden könnte. Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist gleichsam ein Licht, das die Nacht erhellt und die Liebenden vor den Blicken am Tag schützt. So sehnt Julia Romeo des Nachts herbei: „Komm Nacht! – Komm Romeo, du Tag in Nacht! Denn du wirst ruhn auf Fittichen der Nacht, wie frischer Schnee auf eines Raben Rücken. - Komm, milde liebevolle Nacht! Komm gib mir meinen Romeo“ (3.Akt,...

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