Inhaltsangabe

Die 1611 in London uraufgeführte Tragödie „Macbeth“ ist eines der kürzesten Stücke von William Shakespeare. Es handelt vom Aufstieg und Fall des gleichnamigen schottischen Adligen Macbeth, der zu Beginn des Geschehens das königliche Heer zu einem entscheidenden Sieg gegen den norwegischen König führt. Kurz darauf begegnet er drei Hexen, die ihm die baldige Eroberung des schottischen Throns prophezeien.

Mithilfe seiner Frau ermordet der zweifelnde Macbeth den König.  Er macht sich die Krone Schottlands zu eigen und entwickelt sich zum mörderischen Tyrannen. Eine Rebellion wird von seinen Lehnmännern mit Unterstützung des englischen Königs angezettelt. Weitere Prophezeiungen von den drei Hexen lassen ihn glauben, dass er den Krieg gewinnen kann. Alle Hexenvorhersagen bewahrheiten sich, aber Macbeth wird doch getötet.

Shakespeare ließ sich vom Leben des schottischen Königs Macbeth, der sein Land im 11. Jahrhundert 17 Jahre lang regiert hat, dazu inspirieren, seine fiktive Geschichte zu verfassen, in der Aberglauben und Hexerei eine große Rolle spielen.

Erster Akt (S.7-30)

Das Drama „Macbeth“ beginnt damit, dass drei Hexen sich vornehmen, als dunkle Kräfte in die Geschicke der Welt einzugreifen. Ihr besonderes Augenmerk wollen sie dabei auf Macbeth, den Anführer des schottischen Heeres, richten. Als Macbeth sieg- und ruhmreich aus einer Schlacht gegen den norwegischen König und die ihn unterstützenden schottischen Rebellen heimkehrt, suchen sie ihn umgehend auf. In Anwesenheit des anderen königlichen Heerführers Banquo prophezeien sie ihm, dass er in naher Zukunft einen weiteren Titel als Lehnsmann und die Königswürde erhalten wird.

Macbeth wird von dieser Voraussage in einen Zustand regelrechter Vorfreude gestürzt. Allerdings erhält sie einen leichten Dämpfer: Die Hexen weissagen dem Lehnsmann Banquo, dass er – und nicht Macbeth – derjenige sein wird, der eine königliche Linie hervorbringen wird.

Die Prophezeiung erfüllt sich zunächst zu Macbeths Gunsten, denn kurz nach der Schlacht verleiht der schottische König Duncan ihm tatsächlich einen zusätzlichen Titel als Lehnsmann. Ab diesem Zeitpunkt bestimmt der Wunsch, König zu werden, völlig Macbeths Handlungshorizont. Unterstützt und angetrieben wird er dabei von seiner Frau Lady Macbeth.

Als Macbeth damit beauftragt wird, auf seinem Schloss Inverness eine Feier zu Ehren von Duncans Sohn und Thronerben Malcolm auszurichten, erkennt Lady Macbeth darin die perfekte Gelegenheit, den gegenwärtigen König umzubringen. Als der König und sein Gefolge in ihrem Schloss ankommen, inszenieren sich Lady Macbeth und ihr Mann als umsichtige Gastgeber. Doch Lady Macbeth hat sich bereits einen ausgefeilten Mordplan ausgedacht.

Zweiter Akt (S.31-47)

Als die Schlossgesellschaft sich zur Ruhe gelegt hat, macht Lady Macbeth Duncans Kammerdiener mit Wein so betrunken, dass sie vor seinem Schlafgemach eindösen. Für Macbeth ist es deshalb ein Leichtes, sich unbemerkt hineinzuschleichen und den schottischen König Duncan im Schlaf zu erdolchen. Danach ist er jedoch völlig aufgelöst und verschreckt. Er traut sich nicht, die blutigen Mordwaffen neben die schlafenden Kammerdiener zu legen und sie mit Duncans Blut zu besudeln. Lady Macbeth, die noch immer sehr abgeklärt ist, muss beides für ihn erledigen.

Am nächsten Morgen wird Duncan tot in sei...

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