Entstehung und autobiografische Bezüge

Wann genau das Drama „Macbeth“ von Shakespeare geschrieben wurde und wann es zum ersten Mal uraufgeführt wurde, kann nicht ganz genau herausgefunden werden. Die erste namentliche Erwähnung des Stücks stammt aus dem Jahre 1610.

Der Astrologe und Doktor Simon Forman kann sich in einem Augenzeugenbericht insbesondere an die drei Hexen, an Banquos Geist und Lady Macbeths schlafwandlerisches Verhalten erinnern. Allerdings kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass Forman zufälligerweise die Uraufführung des Dramas gesehen hat.

In der Forschung wird allgemein davon ausgegangen, dass „Macbeth“ bereits 1606 verfasst worden ist.[1] Dafür lassen sich mehrere Anhaltspunkte finden, von denen einer im Folgenden gesondert betrachtet werden soll. 1603 folgt der protestantische König Jakob I. der Königin Elisabeth I. auf den englischen Thron. Mit dem Herrscherwechsel muss sich Shakespeares Schauspieltruppe, die „Lord Chamberlain’s Men“, an die neuen Gegebenheiten anpassen. Als Jakob I. die Patronage für sie übernimmt, benennt sich die Truppe zu seinen Ehren in „The King’s Men“ um.

Nachdem Königin Elisabeth I. kinderlos gestorben ist, gelangt Jakob I. nur durch entfernte Verwandtschaftsbeziehungen auf den englischen Thron: Er ...

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