Aufführung und Rezeption

Aufführungen im Theater

Die erste schriftliche Überlieferung einer „Macbeth“-Aufführung stammt aus dem Jahre 1610.

Der englische Astrologe und Doktor Simon Forman hat der Inszenierung im Globe Theater beigewohnt und seine Gedanken über die Aufführung danach festgehalten (vgl. Entstehung und autobiografische Bezüge).

Einen großen Bekanntheitsschub erlangt „Macbeth“ 1667, als der englische Schriftsteller Davenant eine Adaption des Stückes auf die Bühne bringt, die auf das tagespolitische Geschehen Bezug nimmt. Davenant stellt mit seiner Interpretation Parallelen zwischen dem gewaltsamen Königsmörder Macbeth und dem von den Anhängern der Monarchie gehassten Republikaner Oliver Cromwell her.[1] Der englische Bürgerkrieg (1642-1649) war zu diesem Zeitpunkt erst seit wenigen Jahren beendet. Er wurde zwischen den Anhängern der Monarchie und den Anhängern einer englischen Republik ausgetragen und endete mit der Hinrichtung des Königs.

Davenants Adaption wird im Verlaufe der Jahrhunderte noch durch zahlreiche andere ergänzt. Es wird sich bei Weitem nicht immer genau an Shakespeares Vorlage gehalten. 2004 verlegt der Regisseur Max Stafford Clark die Handlung des Dramas beispielsweise nach Afrika. Afrika wird in der Adaption als ein brutales, von Bürgerkriegen zerrissenes Land charakterisiert, in dem Kindersoldaten, Vergewaltigungen und Massaker an der Bevölkerung keine Seltenheiten sind. In diesem Klima entfaltet der militärisch erfolgreiche Macbeth seine Machtbestrebungen.[2]

Die Vielfältigkeit der „Macbeth“-Adaptionen zeigt, wie themenreich und aktuell...

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