Macbeth und Lady Macbeth

Das ungleiche Machtverhältnis

Zu Beginn des Dramas sind Lady Macbeth und Macbeth durch eine innige Beziehung miteinander verbunden. Macbeth hält sie über alles auf dem Laufenden, was sich in seinem Leben ereignet. Als die drei Hexen Macbeth prophezeien, künftig die Königswürde zu erlangen, teilt er dies seiner Frau umgehend mit. Die briefliche Anrede „geliebteste Teilnehmerin der Hoheit“ (S.21) weist darauf hin, dass er sie innig und aufrichtig schätzt und liebt.

Lady Macbeth scheint diese Zuneigung zu teilen und redet ihren Mann ihrerseits schmeichelhaft mit „O großer Glamis! edler Cawdor!“ (S.23) an, als er nach der Schlacht gegen das norwegische Heer zu ihr zurückkehrt. Allerdings ist das Machtverhältnis innerhalb der Beziehung nicht ausgeglichen. Lady Macbeth kann ihren Ehemann in außerordentlich starkem Maße beeinflussen und ihn sogar regelrecht unter Druck setzen.

Lady Macbeth macht keinen Hehl daraus, dass sie ihren Ehemann für nicht ehrgeizig genug hält, um auch mit gewaltsamen Mitteln nach der Königskrone zu greifen (vgl. S.28). Deshalb betrachtet sie es als ihre Aufgabe, ihn zum Mord an dem König anzustacheln. Für Macbeths Einwände lässt sie keinen Raum und ignoriert jeden einzelnen von ihnen (vgl. S.28f.).

Das gemeinsame Ziel

Macbeth ist allerdings so von seiner Frau eingenommen, dass er sich freimütig von ihr überreden lässt. Schlussendli...

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