Symbole

Blut

Blut wird in „Macbeth“ vor allem als Symbol für die Schuld verwendet. Genauer: für die mörderische, blutige Schuld. Wer im wahrsten Sinne des Wortes mit Blut befleckt ist, gilt umgehend als schuldig: Nachdem Lady Macbeth Duncans Kammerdiener mit dem Blut des ermordeten Königs besudelt hat, werden sie umgehend für die Mörder gehalten. Von der Gesellschaft wird das Blut an den Dienern und Dolchen sofort als die „Handwerks Farb‘“ (S.43) des Mordens gedeutet.

Schon kurz vor dem Mord an König Duncan erblickt Macbeth vor seinem inneren Auge einen blutigen Dolch in der Nacht (s. Träume und Visionen). Die Anspielung ist deutlich: Dort, wo Blut fließt, gibt es…

...

Licht und Dunkelheit

In Macbeth steht das Licht klassischerweise für das Gute und die Dunkelheit für das Böse. Beide Symbole treten zwar in vielfältigen Formen auf, bleiben aber immer diesem Grundsatz treu.

Schon zu Beginn des Dramas wird deutlich gemacht, dass die drei Hexen, die als böse Kräfte in die Geschicke Schottlands eingreifen wollen, im Dunkeln agieren. In der ersten Szene treten sie während eines Gewitters auf, im vierten Akt befinden sie sich in einer finsteren Höhle (vgl. S.71). Auch Hekate, die Göttin der Magie, zieht es vor, im Dunkeln der Nacht zu agieren (vgl. S.67). Damit entsprechen sie den klassischen Vorstellungen von den bösen, dunklen Mächten.

Auch die menschliche Welt ist den traditionellen Vorstellungen von Licht und Dunkelheit vorbehaltlos verhaftet. Das zeigt sich an mehreren Beispielen. Bereits z…

...

Schlaf

Der Schlaf wird im Vergleich zu Krankheit und Tod positiv dargestellt. Er wird von Macbeth unter anderem als „Balsam kranker Seelen“ und das „nährendste Gericht beim Fest des Lebens“ (S.36) bezeichnet – er ist das einzige Mittel, um Kummer zu lindern. Einem gesunden, natürlichen Schlaf wird also eine geradezu heilende Wirkung zugesprochen. Aber gewährt wird er nur demjenigen, der moralisch mit sich i…

...

Krankheit

Lady Macbeths schlafwandlerischer Zustand wird vom Arzt und Macbeth als Krankheit klassifiziert. Allerdings sieht sich der Arzt dazu außerstande, sie zu kurieren. Nur ein Beichtvater könne noch Abhilfe schaffen (vgl. S.95). Macbeth ist über diese medizinische Ohnmacht erbost. Er verlangt vom Arzt, das Leid aus Lady Macbeths Gedächtnis zu entfernen und sie von der Last zu befreien, die ihr Herz bedrückt (vgl. S.97f.). Doch f…

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen