„Hamlet“ als Rachedrama

Rachedramen der englischen Renaissance

Schon bei den antiken Philosophen Seneca und Aristoteles werden Rachedramen umfassend diskutiert und beispielsweise im Stück „Medea“ des Philosophen Euripides künstlerisch ausgestaltet.

Die Rachetragödie nimmt in der englischen Renaissance eine herausragende Stellung ein und verkörpert eine sehr erfolgreiche Gattung. Sie schildert die Vergeltung einer blutigen Tat. Ihre Handlung ist häufig mit Intrigen, …

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Kein klassisches Rachedrama

Der sogenannte Ur-Hamlet (siehe Abschnitt „Quellen“) ist auch ein im Stil des Seneca verfasstes Rachedrama.  In der Erzählung taucht ein Geist auf, der in der ursprünglichen Geschichte des Saxo Grammaticus nicht vorkam (siehe Epoche „Entstehung“).

In Shakespeares „Hamlet“ zieht sich das Thema Rache leitmotivisch durch die gesamte Dramenhandlung hindurch. Im Zentrum dieses Themenkomplexes steht Hamlets Umgang mit dem von dem Geist seines Vaters erteilten Racheauftrag, an dem er beständig zu zerbrechen droht.

Obwohl „Hamlet“ in vielerlei Hinsicht ein klassisches Rachedrama darstellt, lässt es sich nicht ganz auf diese Gattung einengen. Hamlet ist im Verlaufe des Dramas eher darum bemüht, Claudius‘ Schuld zu überprüfen, als darum, einen konkreten Rache…

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