Symbole und Motive

Yoricks Schädel

Das Symbol „Yoricks Schädel“ steht mit dem Leitmotiv „Tod“ (vgl. Interpretation/ Tod und Selbstmord) in Verbindung. Als Hamlet zu Beginn des fünften Aktes einen Totengräber dabei beobachtet, wie er acht- und respektlos mit den Überresten von Verstorbenen umgeht, kann er kaum glauben, wie sehr die Toten dabei entmenschlicht werden.

Anders als der Totengräber sieht Hamlet in den sterblichen Überresten noch immer den Charakter der Dahingeschiedenen und macht sich Gedanken darüber, wer wohl hinter den Knochen steckt, ob es beispielsweise ein Politiker, ein Hofmann oder ein Rechtsgelehrter gewesen ist (S.142f.f)…

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Hamlets Garderobenwechsel

Schwarz für Trauer

Im Verlaufe des Dramas wird mehrmals beschrieben, wie Hamlet seine Garderobe wechselt. Zu Beginn des ersten Aktes weiß Hamlet noch nichts von Claudius‘ Brudermord, er hat den Geist noch nicht getroffen und sich noch nicht vorgenommen, ein merkwürdiges Verhalten an den Tag zu legen.

Folglich ist Hamlet noch nicht darum bemüht, die Trauer um seinen Vater zu verstecken. Er ist in schwarze Trauergewänder von einer „nächt’gen Farbe“ (S.17) gehüllt. Obwohl Gertrude ihn darum bittet, die Trauerfarben abzulegen, lässt sich Hamlet von ihr nicht umstimmen. Er sei noch immer in tiefer Trauer verst…

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Ophelias Blumen

Als Pflanzenfreund zeigt Shakespeare in seinen Theaterstücken und Gedichten, dass er Blumen liebte und über ihre Wirkung und symbolische Bedeutung Bescheid wusste. In der fünften Szene des Akts 5 scheint Ophelia dem Wahnsinn verfallen zu sein. Sie tut so, als würde sie Blumen an die Umstehenden verteilen (S.126f.). Aus ihren wilden Äußerungen wird nicht deutlich, welche imaginäre Blume sie welchem Charakter schenken will.

Jede Blume steht symbolisch für bestimmte Eigenschaften. Anhand dieser Eigenschaften ist versucht worden, Ophelias Gedanken zu deuten. Die Aufgabe erweist sich aber als sehr schwierig, da sich die symbolische Bedeutung der Blumen im Laufe der Zeit gewandelt hat und Ophelia die Blumen anonym verteilt.

Die erste Blume, die Ophelia nennt, ist „Vergißmeinnicht“, die sie mit diesen Worten „das ist zum Andenken: ich bitte Euch, liebes Herz, gedenkt meiner!“ (S.127) beschreibt. Im Kontext des Dramas ergäbe es Sinn, wenn sie sich an dieser Stelle auf ihren geliebten Hamlet bezieht, von dem sie nicht vergessen werden will. Sie will aber sicherlich auch von ihrem Bruder Laertes im Gedächtnis behalten werden.

Die zweite Blume, die sie nennt, wird von ihr ebenfalls sofort mit eine…

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