Merkmale der Gegenwartsliteratur im Werk

Uwe Timms Roman „Halbschatten“, der 2008 erschien, ist der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zuzuordnen. Dieser Begriff beschreibt eine Epoche, in der sich viele Stile, Formen und Ideen miteinander vermischen und die Arbeit der Autoren durch eine große formale Freiheit gekennzeichnet ist.

Der Autor löst in seinem historischen Roman die traditionellen Erzählstrukturen auf und lässt einen ganzen Friedhof zu Wort kommen. Die vielen Stimmen und angesprochenen Ereignisse werden als ein Ganzes dargestellt. Man begleitet den Erzähler auf seinem Gang über den Friedhof und erlebt, wie er eine Fülle von Informationen bekommt, die auf ihn einprasseln.

Der Erzähler gibt seine vielfältigen Eindrücke ähnlich wie in einem „Bewusstseinsstrom“ („stream of consciousness“) wieder (siehe Analyse / Erzähltechnik / „Der Erzähler als Medium“). Diese Technik wurde vor allem durch das Werk „Ulysses“ (1922) des irischen Schriftstellers James Joyce geprägt. Dieses Werk gilt heute als ein richtungsweisender moderner Roman, der eine neue literarische Ära einläutete. Timms Werk steht in dieser Tradition und kann daher dem modernen Roman zugerechnet werden.

Der Autor ist dafür bekannt, dass das Grundthema seiner schriftstellerischen Tätigkeit Arbeit die deutsche Vergangenheit bildet. Als junger Mann lernt er 1961 am Braunschweig-Kolleg Benno…

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