Intertextuelle Bezüge

Haiku

Ein Haiku ist eine traditionelle Form eines japanischen Gedichts. Es ist dreizeilig und gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Eine Anspielung auf die Natur und Jahreszeit gehört zu einem traditionellen Haiku, das versucht, Stimmungen und Gefühle widerzuspiegeln. Ein Haiku soll offenbleiben, damit die Leser aus ihrer Fantasie heraus Bilder erzeugen oder vervollständigen können. Hiermit spiegelt das Wesen des Haikus die Struktur des Romans »Halbschatten« wider.

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Originale historische Berichte

Um die Berichte der Zeitzeugen glaubhaft zu machen, werden an einigen Stellen verschiedene authentische Berichte und Reden eingegliedert. So finden sich im Text ein Bericht des deutschen Konsuls in Beirut über den Selbstmord von Marga (S. 55-56), eine Rede von Wilhelm II. (S. 68), der Bericht vom Kapp-Putsch von Leutnant Mayerl (S.…

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Verweise und Zitate aus theologischen Texten

Darüber hinaus finden sich ein Zitat aus der „Summa Theologiae“ von Thomas von Aquin: „Thomas schreibt in der 107. Frage seiner Engellehre: Die Sprache ist nicht immer dazu da, einem anderen etwas zu offenbaren, sondern wird bisweilen im Endergebnis darauf hingeordnet, dem Sprechenden selbst etwas zu offenbaren, so, wenn der Schüler vom Meister etwas erfragt“ (S. 126) und häufig Bezüge zur Bibel. So wird beispielsweise auf die Erzählung vom Hl. Michael und seinen Kampf gegen den Drachen über die Beschreibung einer Statue verwiesen, ohne ihn ausdrücklich zu erwähnen: „Sehen Sie diesen Engel, sagt der Graue, der so voller Grimm blickt. [...] In der ehemals erhobenen Rechten hielt er einen Speer gepackt, den er dem sich unter ihm krümmenden Drachen in den Leib stieß“ (S. 67).

Teilweise werden ganze Zitate aus der Bibel eingefügt:  „Und siehe, es geschah…

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Weitere intertextuelle Bezüge

An einer Stelle des Textes ist ein Zitat aus der Ilias von Homer eingefügt, in welcher der Trojanische Krieg beschrieben wird: „… Kraniche, oder Gäns`, und das Volk langhalsiger Schwäne: So drang Hektor gerad` auf ein schwarzgeschnäbeltes Meerschiff“ (S. 261). Miller trägt bei den Nachmittagsgesellschaften von Göring oft Schillers „Lied von der Glocke“ vor, von dem sich ein Auszug im Text findet: „Was in des Dammes tiefer Grube / Die Hand des Feuers Hülfe baut, / Hoch auf des Turmes Glockenstube / Da wird es von uns zeugen laut.“ (S. 35). Ebenso finden sich der Abdruck einer Feldpost (S. 193), der Inhalt einer fiktiven Postkarte von Marga an Dahlem (S. 217) und der Inhalt eines Briefes von Marga an ihre Familie nach dem Absturz in Bangkok (S. 218-219).

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