Marga von Etzdorf

Margas Liebe zum Fliegen

Die deutsche Pilotin Marga von Etzdorf ist 1907 in Berlin-Spandau geboren (S. 9), und zwar als Tochter einer preußischen Offiziersfamilie. Als ihre Eltern 1911 bei einem Unfall sterben, wird sie noch als Kind Vollwaise. Danach wächst sie zusammen mit ihrer Schwester bei ihrer Großtante in Berlin und auf dem Gut der Großeltern in der Lausitz auf (S. 186). Schon als Kind ist Marga vom Fliegen fasziniert. Sie bindet einen Korb an Luftballons und lässt ihre Goldhamster fliegen. Wenn sie das Flugzeug nach dem Start nach oben zieht, singt sie vor lauter Freude immer, obwohl sie sich dabei nicht hören kann (S. 11).

Ihre Faszination für das Fliegen wird  zufällig durch einen jungen Amerikaner  verstärkt, der sich auf einer Europareise befindet. Eines Tages verirrt er sich und klopft einfach  im Gutshaus der Großeltern von Marga an. Er wird von den Großeltern zum Abendessen eingeladen, da es schon dunkel wird (S. 23). Dort erzählt er der Familie davon, wie er zu Hause aus dem Flugzeug heraus Bären beim Fischfang beobachtet hat. Marga und ihre Schwestern sind von seiner Erzählung begeistert. Wegen ihm beginnen sie mit dem Rauchen (S. 24). Der junge Amerikaner wird zum Vorbild für Marga, die zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt ist. Sie ist 19 Jahre alt, als sie das erste Mal fliegt. Marga ist eine der ersten weiblichen Fliegerinnen in Deutschland (S. 10).[1]

Praktisch und elegant

Auf den Fotos, die der Erzähler vom Grauen gezeigt bekommt, trägt Marga sowohl Rock und Bluse als auch Hosen und Pilotenkluft. In der weiblichen Kleidung sieht sie „schlank, fast zerbrechlich“ (S. 10) aus, in der männlichen Kleidung dagegen „eher kräftig“ (S. 10).

Als  der Entertainer  Anton Miller ihre Hand küsst, riecht diese nach Öl, Benzin, aber auch nach einem Parfüm mit Maiglöckchen oder Gardenien. Ihre Haare trägt sie kurzgeschnitten (S. 10-11), ihr Gesicht ist bis auf die Stellen, an denen die Fliegerbrille sitzt, braun gebrannt (S. 17). Sie ist durch leicht slawische Züge, breite Wangenknochen und dunkle Augen gekennzeichnet (S. 31).

Alles an ihr erscheint „einfach, praktisch und mit sich selbst einverstanden“ (S. 17). Obwohl sie zierlich ist, strahlt sie eine große Energie aus (S. 17). In Videos, in denen sie zu sehen ist, bemerkt der Erzähler, dass sie gerne raucht (S. 11). Marga spricht Französisch und Englisch (S. 14). Sie hat eine sehr schöne Stimme und kann gut singen (S. 31). Wenn sie nicht fliegt, ist sie immer ganz elegant angezogen (S. 31) und sehr attraktiv.

Die androgyne Marga

Gegenüber Männern hält sie stets eine gewisse Distanz ein (S. 31-32). Miller glaubt, dass sie noch jungfräulich ist, da sie auf ihn den Eindruck macht, dass sie eine Distanz zu Männern und zu sich selbst hat (S. 216). Zu einer russischen Emigrantin entwickelt sie eine erotische Beziehung (S. 209). Die Annäherungen von Miller und dem General Nagaoko lehnt sie dagegen ab (S. 223). Dah...

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