Heymann

Der Kontakt

Am Abend nach ihrem Treffen in Berlin (circa im April 1933) besucht Marga Dahlem in dessen Wohnung. Dort zeigt ihr Dahlem seine Vasensammlung und Marga offenbart ihm, dass sie „unbedingt fliegen wolle“ (S. 228), aber überhaupt kein Geld, sondern nur noch hohe Schulden habe. Nach kurzem Nachdenken eröffnet ihr Dahlem, dass er vielleicht eine Möglichkeit kennt, ihr Geld zu beschaffen.

Dahlem kann sie an einen „Mann mit guten Kontakten zu der neuen Regierung“ (S. 229) weitervermitteln, der ihr eventuell ein Flugzeug sowie Geld für Benzin und alle weiteren Kosten besorgen kann. Dieser Mann ist der ehemalige Hauptmann der Fliegertruppe, Heymann, der für die deutsche Waffenfirma Schmeisser arbeitet. Vor einiger Zeit hat Dahlem für ihn Kontakte in China und Japan geknüpft. Marga will eigentlich nichts mit Waffen zu tun haben, aber sie sagt dies nicht, um Dahlem nicht zu beleidigen.

Heymann trifft sich mit Marga im Hotel Adlon. Er hat eine lange Narbe, die sich über Stirn, Nase und Wange hinzieht und scheinbar von einem Säbelhieb stammt. Seine linke Augenbraue ist verwirbelt zusammengewachsen (S. 230). Er verhält sich Marga gegenüber sehr höflich und achtet auf gute Umgangsformen. Im Gegensatz zu Dahlem wirken diese aber ziemlich bemüht. Das Gespräch bringt er schnell in die politische Richtung und zeigt dabei eindeutig, dass er die Ideologie der Nationalsozialis...

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