Heydrich

Der Schürzenjäger

Reinhard Tristan Eugen Heydrich wurde am 7. März 1904 als Sohn eines Musikprofessors geboren (S. 194), der eine Oper mit dem Titel „Amen“ komponiert hat. Heydrich wird von seinen Eltern nach der Hauptgestalt der Oper benannt (S. 198). Er ist durch eine Fistelstimme gekennzeichnet (S. 33), die in einem starken Kontrast zu seiner Größe und seiner Erscheinung steht (S. 37). Aufgrund seines meckernden Lachens hat er den Spitznamen „Ziege“ (S. 37, S. 249). Obwohl „nichts Weiches an ihm“ (S. 101) ist, spielt er „wunderbar die Violine“ (S. 101). Dabei werden seine sonst so harten Gesichtszüge weich und sein Gesicht zeigt eine „in sich versunkene Hingabe“ (S. 32).

1922 tritt Heydrich in die Reichsmarine ein und wird 1928 zum Oberleutnant befördert. Im Dezember 1930 lernt er Lina Mathilde von Osten kennen, mit der er sich zwei Wochen später verlobt. Zu dieser Zeit hat er aber bereits eine Affäre mit einer anderen Frau, die er durch die Zusendung der Verlobungsanzeige beenden wollte. Doch deren Vater beschwert sich bei den Vorgesetzten von Heydrich, die ihn aufgrund seines unmoralischen Verhaltens vor die Wahl stellen, sich zwischen einem unehrenhaften Abschied oder einem Abschied wegen Unfähigkeit zu entscheiden (S. 96). Heydrich wählt den unehrenhaften Abschied und muss seine Uniform abgeben. Später hat er mehrere Verhältnisse und Freundinnen, obwohl er verheiratet ist und vier Kinder hat (S. 101).

Der Erfinder der Gegnerkartei

Heydrich verlobt sich 1930 mit der überzeugten Nationalsozialistin Lina von Osten, die aus einer stark rechts geprägten Familie stammt. Galt er bis dahin noch als wenig politisch und freisinnig, so wird er nun ebenfalls ein überzeugter Antisemit und Nationalist. Am 1. Juni 1931 tritt er in die NSDAP ein und wird Mitte Juli 1931 auch Untersturmführer der SS. Sein früher Eintritt in die Partei führt später dazu, dass er das Goldene Parteiabzeichen erhält.

Zunächst arbeitet er in der Parteizentrale, dann ab 1931 in einem eigenen Büro in der ...

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