Halbschatten als Hörspiel

Timms Roman Halbschatten ist bewusst auditiv gestaltet und wirkt beinahe wie „Literatur als Hörspiel“.[1] Grundsätzlich spielt das Hören besonders für die „Toten“ eine wichtige Rolle, da die Menschen, die auf dem Friedhof bestattet sind, nur über diese Sinneswahrnehmung noch etwas von der Außenwelt mitbekommen. Während der Zeit, in welcher der Friedhof von der Mauer geteilt wurde, hörten die Bestatteten die Stiefel der Soldaten und die Krallen der Wachhunde auf dem Postenweg (S. 79). Sie erkannten, dass es Steinplatten und Bretter sein mussten. Immer zur selben Zeit hörten sie dies, da es Kontrollgänge und Wachablösungen waren.

Nach dem Fall der Mauer wurde es „ruhig, sehr ruhig“ (S. 79). Erst nach einiger Zeit kamen mehr und mehr Menschen wieder auf den Invalidenfriedhof und immer häufiger kamen nun auch wieder Gruppen. Diese Wahrnehmung eines …

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