Kapitel 22-28

22 - Den Onkel traf ich im Freien 

Seiten: 304-317

Charaktere: Veit, Johann, Quartierfrau

Schauplätze: Mondsee, Vöcklabruck

Zeit: September 1944

Veit besucht seinen Onkel, der nach seiner Krankheit viel Gewicht verloren hat. Dennoch raucht er sehr viel, hat aber zu wenige Zigaretten. Er erzählt Veit von seinen Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg in den „friulischen Alpen“ (S. 307) und dass auch er danach unter Angstzuständen gelitten habe: „Das ist alles im Körper gespeichert“ (S. 308). 

Margot erhält einen weiteren Brief von ihrer Mutter aus Darmstadt. Die Quartierfrau klopft bei Veit und zeigt ihm ein Flugblatt, auf dem über neue Einberufungen berichtet wird. Sie bezeichnet Veit als „Wiener Drückeberger“ (S. 311).

Am nächsten Tag wird Salzburg bombardiert. Die Salzburger sind nicht darauf vorbereitet und es gibt daher viele Tote. 

Veit spürt die Quartierfrau in seinem Nacken und möchte daher alle seine Dokumente in Ordnung bringen. Daher fährt er nach Vöcklabruck. Er hat Angst vor den Konsequenzen seines Fernbleibens im August. Zufällig findet er ein unbesetztes Schreibzimmer vor, aus dem er zwei Bögen Papier, die er zuvor stempelt, entwendet. Er möchte damit „Befunde und Unterschriften fälschen, wohl wissend, wenn die Sache aufflog, kostete es den Kopf“ (S. 313). Er möchte „mit dem ganzen Scheiß nichts mehr zu tun haben“ (S. 313) und sich stattdessen ins Privatleben zurückziehen, „wie es in einer besseren Welt selbstverständlich wäre“ (S. 313). 

In Vöcklabruck fällt Veit die Tatsache auf, dass dort viele Kinderwagen unterwegs sind, und vermutet, dass viele davon gezeugt worden sind, weil den Vätern Urlaub versprochen worden ist.

Zurück in Mondsee fälscht Veit mit der Schreibmaschine seines Onkels seine Zurückstellungen für August und Oktober. Als er den Posten verlässt, kommt ihm sein Onkel entgegen, der Veit darüber informiert, dass die Leiche des Mädchens Annemarie Schaller in der Drachenwand gefunden worden ist. 

23 - Die Leiche des Mädchens Annemarie Schaller

Seiten: 318-329

Charaktere: Veit, Margot, Johann, Nannis Mutter und Schwester, Kurts Mutter und Schwester, Pfarrer, Brasilianer

Schauplätze: Mondsee, Schwarzindien

Zeit: Oktober 1944

Das Kapitel beginnt mit dem Polizeibericht von Johann Kolbe über den Fund der Mädchenleiche.  Nanni Schaller ist von zwei Soldaten in der Hochstelle der Drachenwand gefunden worden. Die Leiche ist „bereits stark verwest und teilweise skelettiert“ (S. 318). Im Bericht wird festgestellt, dass das Mädchen wohl vom Grat der Drachenwand abgestürzt ist. 

Die Nachricht von Nannis Tod erschüttert die Bewohner von Mondsee. Veit geht nach Schwarzindien und erinnert sich an seine Begegnungen mit Nanni. Kurt tut ihm sehr leid, er würde ihm gerne schreiben. Für den Onkel ist der Fall abgeschlossen, Mord und Selbstmord seien den gegebenen Umständen nach auszuschließen. Es ist ein Unfall gewesen. 

Auf Kosten der Gemeinde wird Nanni in Mondsee begraben. Das ...

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