Kapitel 1-7

1 - Im Himmel, ganz oben 

Seiten: 7-21

Charaktere: Veit Kolbe, Ärzte und Krankenschwestern

Schauplätze: Schlachtfeld am Dnjepr, Dolinskaja, Prag, Saarland, Frankfurt, Salzburg, Wien

Zeit: Dezember 1943

Der Soldat Veit Kolbe wird im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront durch eine Granate vor allem am Oberschenkel schwer verletzt. Mit einem Krankenwagen wird er durch den Schnee in Richtung Hauptverbandsplatz gefahren. Hier wird er notdürftig verarztet, bevor seine Fahrt zwei Tage später weitergeht. Ein paar Mal muss der Wagen Deckung vor sowjetischen Flugzeugangriffen suchen. 

In Dolinskaja angekommen, fährt Veit mit dem Lazarettzug weiter, in dem der Gestank unerträglich ist: „Das Wimmern, das Stöhnen, der Geruch der unzureichend versorgten Wunden, der Geruch der verschmutzten Körper. Das alles vermischt sich zu etwas, das für mich eine Essenz von Krieg ist“ (S. 10). Jeder der Verwundeten im Waggon raucht, jeder möchte seine Geschichte erzählen. Veit versucht, so viel wie möglich zu schlafen. 

Nach fünf Tagen kommt Veit in Prag an. Von dort aus fährt er weiter ins Saarland, wo er in ein Lazarett gebracht wird. Als die Ärzte bemerken, dass Veits Oberkiefer gebrochen ist, wird er weiter behandelt, auch seine Wunde am Oberschenkel muss täglich versorgt werden. Als es ihm wieder besser geht, schreibt er einen Brief an seine Eltern, in dem er sie darum bittet, ihm ein paar Sachen zu schicken, da er sein Privatgepäck an der Front zurücklassen musste. Auch hofft er auf einen Heimaturlaub. Veit erhält das Verwundetenabzeichen „als Anerkennung für das Pech, das ich gehabt hatte“ (S. 15).

Mit den anderen Verwundeten im Lazarett versteht sich Veit gut, manchmal sprechen sie miteinander. Veit denkt an die „fünf verlorenen Jahre“ (S. 17), die er als Soldat erlebt hat. Er hat genug davon. An einem Tag kann er sich besonders freuen: Er kann nun alleine auf die Toilette gehen und er erfährt, dass er in häusliche Pflege entlassen wird.

Zwei Tage später fährt Veit mit dem Zug über Frankfurt und Salzburg nach Wien. Als er in der österreichischen Hauptstadt ankommt, kann er es gar nicht fassen. Am Westbahnhof kommen in Veit viele Erinnerungen hoch, die jedoch sofort wieder verschwinden, „wie alles“ (S. 21). Er geht zu Fuß auf Krücken zur Wohnung seiner Eltern: „Nichts zählte, außer dass ich am Leben war“ (S. 21). 

2 - Seit meinem letzten Aufenthalt 

Seiten: 22-31

Charaktere: Veit, Veits Eltern, Johann Kolbe

Schauplätze: Wien, Wohnung der Familie Kolbe

Zeit: Dezember 1943

Fünfzehn Monate ist Veit nicht mehr zuhause gewesen. Er verbringt eine Zeitlang bei seinen Eltern, bei denen er sich aber nicht besonders wohlfühlt: „Wie eine Strafe für das Überleben saß ich die Stunden am Küchentisch ab. Auch das Erzählenmüssen nach der langen Zeit empfand ich als Strafe“ (S. 23). Der Vater erteilt ihm ständig Ratschläge und spricht positiv vom Kriege, was Veit auf die Nerven geht. So oft er kann, hält sich Veit in seinem alten Zimmer auf. Dort denkt er an die verlorene Zeit, die er als Soldat verbracht hat. Stattdessen hätte er lieber an der Technischen Hochschule studiert und wäre jetzt, nach fünf Jahren, ein unabhängiger und selbstständiger Erwachsener. 

In der ganzen Wohnung hängen Bilder von Veit: „Die Bilder hatten am Familienleben teilgenommen, ich am Krieg“ (S. 24). Er sieht ein Porträt seiner Schwester Hilde, die seit sieben Jahren tot ist, und denkt an sie. Hilde hat bis zu ihrem Lebensende „dem Leben […] irgendwas Schönes abgetrotzt“ (S. 25), sie wusste es zu leben und musste sterben, während Veit, „der […] leben darf, […] damit nichts anzufangen [weiß]“ (S. 25). 

Veit humpelt auf seinen Krücken durch Wien und stattet einigen Verwandten Pflichtbesuche ab. Beim Wehrbezirkskommando erhält er schließlich eine Bestätigung seiner Krankschreibung und die Gewährung eines mehrmonatigen Genesungsurlaubs. Kurz vor Weihnachten bekommt Veit von seiner älteren Schwester Waltraud neun gelbe Rosen, mit denen er so...

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