Zusammenfassung

Arno Geigers Roman Unter der Drachenwand (2018) erzählt in der Haupthandlung die Geschichte des Soldaten Veit Kolbe, der auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs verwundet wird und dadurch auf Genesungsurlaub nach Hause nach Österreich geschickt wird. Das Jahr 1944 verbringt er zur Erholung am oberösterreichischen Mondsee, wo der Schatten des Krieges ständig über ihm schwebt. Dieser Handlungsstrang wird von Veit aus der Ich-Perspektive heraus berichtet.

Darüber hinaus wird die Haupthandlung des Romans durch Briefe dreier verschiedener Personen unterbrochen, welche teilweise die Auswirkungen und die Schrecken des Krieges aus ihrer jeweiligen Perspektive schildern, um dem Leser die Allgegenwart des Krieges im Jahr 1944 zu verdeutlichen. Eine Nebenhandlung berichtet von der unglücklichen Liebe zweier Teenager, die Vetter und Kusine sind. 

Unter der Drachenwand ist in 34 Kapitel und einen darauffolgenden Abschnitt Nachbemerkungen gegliedert. Die Kapitel sind im Werk nicht nummeriert. Mit unserer ausführlichen Kapitelzusammenfassung verfügst Du über die Möglichkeit, immer schnell nachsehen zu können, an welcher Stelle im Roman was geschehen ist. Jedes Kapitel, das wir zur leichteren Orientierung nummeriert haben, wird im Folgenden kurz und prägnant zusammengefasst. 

Die Haupthandlung wird aus der Perspektive der Hauptfigur Veit Kolbe geschildert. Die Haupthandlung wird mehrmals durch Briefe von drei andren Ich-Erzählern unterbrochen: Margots Mutter (Kap. 7-19-27), Kurt Ritler (Kap. 8-17-28) und Oskar Meyer (Kap.9-18-29). 

Zur besseren Übersichtlichkeit werden überdies zu jedem Auftritt genauere Angaben zu Ort und Zeit der Handlung getätigt, die durch eine Auflistung der in diesem Abschnitt auftretenden Figuren ergänzt werden. Anschließend leisten eine ausführliche Inhaltsangabe, eine kurze Zusammenfassung und eine detaillierte und anschauliche Personenkonstellation einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis der spannenden Geschichte von Veit Kolbe.

Auszug aus dem Text:

5 - Nach einem zweitägigen kurzen Antäuschen 

Seiten: 60-71

Charaktere: Veit, Margot, Quartierfrau, Brasilianer

Schauplätze: Mondsee, Schwarzindien

Zeit: Februar 1944

Nach zwei wärmeren Tagen folgt wieder eine Kältewelle. Das halbe Dorf ist krank. Margot klärt Veit darüber auf, dass niemand in der Gegend die strenge Quartierfrau leiden könne. Der junge Soldat erfährt, dass der Gärtner vom gegenüberliegenden Gewächshaus, den alle den Brasilianer nennen, der Bruder der Quartierfrau ist. Auch er mag seine Schwester nicht.

In den nächsten Tagen fliegen feindliche Flieger über die Gegend. Am dritten Tag wird Veit ungeduldig und geht nach Schwarzindien. Dort schaut die Lehrerin aus dem Fenster, aber als sie den jungen Soldaten sieht, schließt sie es sofort wieder. 

Am nächsten Tag geht Veit erneut nach Schwarzindien. Dort trifft er auf ein paar der Mädchen, die mit einer Katze spielen. Dann tritt die Lehrerin aus dem Hause. Veit wird klar, dass es ihr unangenehm ist, wenn er ihre Nähe sucht: „es hat keinen Zweck, hier etwas forcieren zu wollen“ (S. 63).

Veit unterhält sich mit einem der Mädchen, Annemarie „Nanni“ Schaller, die ihm erzählt, dass sie zu Ostern mit ihrem Cousin Kurt die Drachenwand besteigen wolle. Danach macht sich der junge Soldat auf den Rückweg. Zuhause macht er sich Kartoffelpuffer mit einer selbstgemachten Reibe. Plötzlich erleidet er wieder einen Angstanfall, die Erinnerungen an den Krieg lähmen ihn. Er geht früh zu Bett und hört Margot im Nebenzimmer zu, wie sie mit ihrem Kind spricht, bis er einschläft. 

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