Liebe

In einem Interview äußert der Autor Arno Geiger: „(Ich) bin auch der Meinung, dass die allermeisten angeblichen Antikriegsromane letztlich Romane über den Krieg sind, weil sie vom Krieg erzählen. Ich wollte einen Roman schreiben, der zwar vor dem Hintergrund des Krieges spielt, aber letztlich die Wichtigkeit von sozialen Beziehungen aufzeigt.“ Quelle.

Die Wichtigkeit von sozialen Beziehungen unterstreicht der Schriftsteller in Bezug auf Veits Entwicklung, der, physisch und psychisch geschädigt, auf Genesungsurlaub geschickt wird und der langsam am Mondsee durch die Liebe zu Margot geheilt wird und wieder Lust am Leben findet. Auch für die drei anderen Erzähler sind ihre warmen Gefühle zu ihren Liebsten das Wichtigste im Leben. Während für Kurt und Oskar ihre Liebesgeschichte durch den Tod bzw. ein plötzliches Verschwinden tragisch endet, übersteht Veits und Margots Liebe den Krieg, wie  die Leser*innen aus den Nachbemerkungen erfahren können. 

Im gleichen Interview präzisiert der österreichische Schriftsteller seine Gedanken: „Ich glaube, der wahre Antikriegsroman ist der Liebesroman. Dort wo eben nicht der Krieg im Vordergrund steht.“ Der Krieg ist im Roman zwar immer präsent, aber er steht antithetisch zu der Freundschaft und der Liebe der Protagonisten: „Und ich dachte an die Schönheit des Lebens und an die Sinnlosigkeit des Krieges. Denn was war der Krieg anderes als ein leerer Raum, in den schönes Leben hineinverschwand?“ (S. 327). Durch diesen Kontrast erscheinen das Grauen und die Unmenschlichkeit des Zweiten Weltkriegs noch deutlicher.

Veits Eltern

Die Hauptfigur Veit Kolbe kehrt verwundet aus dem Krieg zurück und verbringt ein paar Tage bei seinen Eltern. Die Stimmung ist etwas angespannt, die Eltern wollen natürlich wissen, wie es dem Sohn im Krieg ergangen ist, dieser möchte ab...

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