Die verlorenen Jahre

Als Veit Kolbe im Winter 1943 verwundet von der Ostfront nach Hause zurückkehrt, ist er 23 Jahre alt. Er ist „im Spätsommer vor mehr als fünf Jahren zum Militärdienst eingezogen worden“ (S. 23), hat also von Anfang an am Krieg, der am 1. September 1939 begonnen hat, teilgenommen. Zu diesem Zeitpunkt ist der junge Mann gerade einmal 18 Jahre alt gewesen. 

Jetzt, da er für eine ungewisse Zeit auf Genesungsurlaub in der Ostmark (Österreich) zurückgekehrt ist, bemerkt er, wie sehr er durch den Krieg gealtert ist: „Es ist beängstigend, wie die Zeit vergeht. Ich sehe direkt, wie ich älter werde, ich sehe es an meinem Gesicht. Nur der Krieg bleibt ewig derselbe“ (S. 13). Versehrt durch den Krieg und ausgelaugt, fühlt sich Veit älter, als er in Wirklichkeit ist.

Jetzt, da er eine Auszeit vom Krieg bekommen hat, erkennt der Soldat immer mehr, wie schade es um diese Zeit ist. Oft bedauert Veit die „fünf verlorenen Jahre“ (S. 17) seiner Jugend, di...

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