Angst und Sorge

Die Briefe der drei verschiedenen Nebenerzähler Lore Neff, Kurt Ritler und Oskar Meyer, die in der Erzählung drei Mal Veits Bericht unterbrechen, verleihen den Ängsten und Sorgen ihrer Verfasser intensiven Ausdruck. In ihren Berichten drücken sie auch ihre warmen Gefühle, ihre Verzweiflung und ihre Hoffnung in Bezug auf ihre Liebsten aus.

Sorgen und Ängste von Margots Mutter

Margots Mutter, Lore Neff, die ihrer Tochter regelmäßig aus der von Luftangriffen bedrohten Stadt Darmstadt schreibt, sorgt sich um ihre Familie. Ihr Mann Justus befindet sich zunächst in der Stadt Metz beim Militär, wo er „in ständiger Angst“ (S. 85) lebt, dass er an die Ostfront geschickt wird. Später wird er nach Pommern beordert, von wo er seiner Frau oft „weinerliche“ (S. 381) Briefe schreibt. Er befürchtet, seine Frau „nehme ihn nicht zurück, wenn er nach dem Krieg wiederkommt“ (S. 381).

Lores 16-jährige Tochter Bettine arbeitet als Straßenbahnschaffnerin in Berlin, was der Mutter nicht besonders gut gefällt, denn „Berlin ist doch {ein] ziemlich heißes Pflaster“ (S. 86). Sie hat Angst, dass sich ihre Jüngste mit unbekannten Männern einlässt und sich dadurch irgendwelche Krankheiten einfängt, die „ihr ganzes Leben versauen“ (S. 89) könnten. Margot solle ihrer Schwester einmal schreiben und sie davor warnen, die falschen Entscheidungen zu treffen.

Die Mutter vermisst ihre Tochter Margot, die am Mondsee wohnt, sehr und hätte deren Säugling Lilo „gerne ein bisschen in der Nähe“ (S. 91). Margots Mutter hat ihre Enkeltochter noch nie gesehen. Auch kritisiert sie Margots Entscheidung, „einen Fremden zu heiraten mitten im Krieg“ (S. 89-90). In ihren Briefen bittet Margots Mutter ihre Tochter regelmäßig darum, nach Darmstadt auf Besuch zu kommen, weiß aber, dass dies unter den gegebenen Umständen nicht möglich ist.

Ein weiterer Faktor für die Angst und Sorge von Margots Mutter ist die Bedrohung durch die Luftangriffe auf ihre Heimat...

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