Inhaltsangabe

Haupthandlung

Rückkehr aus dem Krieg und Ankunft in Mondsee

Der Roman des österreichischen Schriftstellers Arno Geiger Unter der Drachenwand (2018) erzählt einen Ausschnitt aus dem Leben des jungen Soldaten Veit Kolbe. An der Ostfront wird der 23-Jährige Ende 1943 durch eine Granate vor allem am Oberschenkel schwer verwundet und wird daraufhin nach Deutschland transportiert. In einem Lazarett im Saarland wird er behandelt, bevor er nach Wien zu seinen Eltern fährt.

In Wien hält es Veit jedoch nicht lange aus, denn sein regierungstreuer Vater spricht immer positiv vom Krieg, während er genug erlebt hat, um dem Krieg gegenüber kritisch eingestellt zu sein. Er beschließt, seinen Heimaturlaub in der oberösterreichischen Ortschaft Mondsee, in der sein Onkel Johann Kolbe als Postenkommandant der Gendarmerie tätig ist, zu verbringen. Vor seiner Abreise besucht er das Grab seiner verstorbenen Schwester Hilde, die er sehr geliebt hat.

Zu Neujahr 1944 kommt Veit schließlich in Mondsee an und kommt in einem etwas abseits gelegenen Bauernhaus unter. Gegenüber befindet sich ein Gewächshaus, das von einem Gärtner bewirtschaftet wird. In Veits Nebenzimmer wohnt die Darmstädterin Margot mit ihrem Säugling Lilo. Margots Mann ist in Linz stationiert und wird bald an die Front versetzt.

Die Quartierfrau Trude Dohm ist Veit nicht besonders sympathisch. Er beschwert sich bei ihr über die nach Tod stinkende Matratze und den kleinen Ofen, der nicht richtig heizt. Er erkundet die Ortschaft, besucht seinen Onkel und erledigt einige Behördenwege. Beim Ortsgruppenleiter bittet er um einen neuen Dauerbrandofen, der ihm auch bewilligt wird. 

Das Mädchenlager in Schwarzindien und neue Bekanntschaften

Bei einem Spaziergang übernimmt sich der noch nicht ganz genesene junge Mann und kehrt deshalb im Gasthaus Drachenwand in St. Lorenz ein. Gestärkt und aufgewärmt, macht er sich auf den Rückweg und trifft dort auf eine Gruppe 13-jähriger Mädchen, eine Kinderlandverschickung, die in einem Gasthaus in Schwarzindien untergebracht ist. 

Durch den neuen Ofen fühlt sich Veit das erste Mal seit langer Zeit lebendig. Mit einer Flasche Wein möchte sich Veit beim Ortsgruppenleiter bedanken, dieser lehnt das jedoch ab, denn es könnte nach Bestechung aussehen. So überreicht Veit die Flasche seinem Onkel, mit dem er sich ganz gut versteht. Gemeinsam treffen sie eine der Lehrerinnen des Mädchenlagers Schwarzindien, die sich über die Versorgungslage beschwert. Sie heißt Margarethe Bildstein und sie gefällt Veit. Er begleitet sie hinunter nach Schwarzindien, aber sie verhält sich ihm gegenüber distanziert. Im Lager stellen die Mädchen dem jungen Soldaten viele Fragen. Zurück in seinem Quartier trifft Veit auf seine Nachbarin Margot. Sie unterhalten sich ein bisschen. Margot erzählt Veit, dass niemand die Quartierfrau leiden kann. 

Mehrere feindliche Flieger fliegen über die Gegend. Veit spaziert mehrmals nach Schwarzindien, spricht wieder mit Margarethe, erkennt aber, dass sein Interesse an ihr einseitig ist. Er unterhält sich mit einem der Mädchen, Annemarie „Nanni“ Schaller, das ihm erzählt, dass es zu Ostern mit seinem Cousin Kurt die Drachenwand besteigen wolle. In sein Zimmer zurückgekehrt, erleidet Veit einen Angstanfall und träumt vom Krieg. Schweißgebadet wacht er auf und geht zum Gewächshaus hinüber, in dem er sich lange mit dem Gärtner Perttes unterhält, den die Leute deshalb den Brasilianer nennen, weil er einige Jahre in Brasilien verbracht hat. 

Nannis Verschwinden und die Verhaftung des Brasilianers

Veit und Margot freunden sich an, sie kocht für ihn und wäscht seine Wäsche. Auch der Brasilianer wird ein Vertrauter Veits, der ihm viel über Brasilien erzählt. Einmal trifft Veit auf d...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen