Posttraumatische Belastungsstörung

Veits Anfälle

Als der Soldat Veit Ende 1943 auf dem Schlachtfeld verwundet und auf Genesungsurlaub nach Hause geschickt wird, ist er von seinen Erfahrungen an der Front schwer gezeichnet. Der junge Mann hat mit seinen 23 Jahren bereits im Laufe von fünf Kriegsjahren viel Tod und Verzweiflung miterleben müssen, und deshalb hat er, als er nach Hause zurückkehrt, große Schwierigkeiten damit, die kriegsverherrlichende Einstellung seines Vaters zu akzeptieren. 

Als er in Mondsee ankommt, verfolgen ihn die traumatischen Kriegserlebnisse zum ersten Male in einem Flashback. Ein schlecht funktionierender Ofen in Veits Zimmer in Mondsee erinnert ihn an einen explodierten Ofen im ukrainischen Ort Jawkino, bei dessen Explosion er beinahe umgekommen wäre: „Ich hatte weiche Knie und zitterte, für einen Moment war alles aufhoben, Zeit, Distanz, es gab kein Dazwischen, nichts, was mich beschützte. Bruchstücke der Vergangenheit fielen auf mich herunter und begruben mich, es war, als müsse ich ersticken“ (S. 39). Veit ist überrascht, wie er nun das Geschehen wahrnimmt. Im Krieg kam ihm die Situation doch nicht so schrecklich vor: „Und ich war erstaunt, ich konnte mich nicht erinnern, dass ich d...

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