Autobiografische Bezüge und Entstehung

Besonders zwei wichtige Inspirationsquellen haben den Autor Arno Geiger dazu veranlasst, den Roman Unter der Drachenwand zu verfassen: Zum einen die Kriegserfahrungen seines Vaters, zum anderen ein Bündel von Briefen und Protokollen aus dem Zweiten Weltkrieg, das Geiger auf einem Flohmarkt zufällig erstanden hat.

Die Kriegserfahrungen des Vaters

Arno Geiger widmet 2011 seinem Vater einen ganzen Roman. Der alte König in seinem Exil thematisiert in erster Linie die Alzheimer-Erkrankung des 83-jährigen August Geiger, welche die gesamte Familie schwer belastet. Die Handlung erzählt die Lebensgeschichte von August Geiger in verschiedenen Rückblenden und berichtet über das Näherkommen zwischen Vater und Sohn.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Biografie von August Geiger mehrere Parallelen zu der Hauptfigur Veit Kolbe aus Unter der Drachenwand aufweist. Arno Geigers Vater wird 1926 in Wolfurt in Vorarlberg geboren und muss ebenso wie Veit als sehr junger Mann mit 18 Jahren in den Krieg ziehen. Im Februar 1945 wird er an die Ostfront geschickt, wo er ebenfalls als Lastwagenfahrer eingesetzt wird. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Veit und August besteht darin, dass beide gegen Kriegsende desertieren und sic...

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