Robert Raimund Perttes

Der Bruder der Quartierfrau

Robert Raimund Perttes ist ein „hagerer, hakennasiger Mann“ (S. 68) mit einem „faltige[m] Gesicht […] [und] Fuchsaugen“ (S. 69-70), der zumeist einen „dunkelgrauen Poncho“ (S. 61) trägt. Er ist 56 Jahre alt und lebt auf demselben Bauernhof in Mondsee wie Veit, wo er als Gärtner ein Gewächshaus bewirtschaftet. Perttes ist der Bruder der Quartierfrau Trude Dohm, mit der er jedoch kaum ein Wort wechselt. Er lebt relativ isoliert und hat durch die viele Arbeit „Rheumatismus in den Armen bekommen“ (S. 77).

Veit lernt Robert Perttes ziemlich bald nach seiner Ankunft in Mondsee kennen, als er eines Nachts einen Angstanfall erleidet und danach nicht einschlafen kann. Er hört Musik, die ihm unbekannt ist, aus dem Hof ertönen, die ihn an Heurigenmusik erinnert und ihn anzieht. Die Musik ertönt aus dem Gewächshaus, in dem Veit den Gärtner vorfindet, der die ganze Nacht heizen muss, da sonst die Pflanzen sterben. Es stellt sich heraus, dass es sich um brasilianische Musik handelt. Veit gesellt sich zu dem Gärtner, der zuerst etwas schroff ist, aber dann freundlicher wird. 

Von seinem Onkel weiß Veit, dass der Gärtner längere Zeit in Brasilien gelebt hat und dass er „der einzige verbliebene Anbieter äquatorialer Orchideen in der Ostmark“ (S. 68) ist. Daher rührt auch der Spitzname des Gärtners, der von allen der Brasilianer genannt wird. Der Brasilianer...

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