Epoche

In der Zeit, in der Ulrich Plenzdorf seinen Roman „Die neuen Leiden des jungen W.“ schreibt, verändert sich die DDR. Der Staatsoberhaupt Walter Ulbricht wird 1971 von Erich Honecker abgelöst. Der neue Generalsekretär beschließt ein Liberalisierungsprogramm für die gesamte Kunst und Literatur. Den Künstlern wird mehr Darstellungsfreiheit eingeräumt. Davon profitiert auch Plenzdorf: Sein Roman „Die neuen Leiden des jungen W.“ wird endlich nach einigen Korrekturen genehmigt und 1972 veröffentlicht. Das Werk erringt einen riesigen Erfolg nicht nur in der DDR, sondern auch in der BDR. Hierdurch wird Plenzdorf zu einem der wenigen Autoren aus der DDR, die über die Grenzen des sozialistischen Staates hinaus Bekanntheit erlangen. Sein Kultbuch ist bis heute vier Millionen Mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt worden.

Das Werk wird von ihm in einer Zeit verfasst, in der die junge Generation der DDR auf einen politischen Umbruch hofft. In dem Dokument Epoche wird der spannende zeitgeschichtliche Hintergrund des Romans geschildert. Die autobiografischen Bezüge werden beschrieben. Du gewinnst einen Eindruck von der Rezeption des Werkes in Ost- und Westdeutschland, die beim Publikum und bei den Kritikern höchst unterschiedlich ausfiel. Die intertextuellen Bezüge – Plenzdorf bezieht sich nicht nur auf Goethe, sondern auch auf J. D. Salingers „Der Fänger im Roggen“ – werden dir anhand von Beispielen näher erläutert. Und schließlich findest du auch Hinweise dazu, welche Merkmale der DDR-Literatur in dem Roman wiederzuerkennen sind. So kannst du rundum informiert an das Werk herangehen....

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