Tonio Kröger

Thomas Manns sehr er­folg­rei­che Novelle Tonio Kröger (1903) thematisiert den Gegensatz zwischen Künstlertum und bürgerlichem Leben. Die Geschichte hat der Autor in einem Brief an Josef Hofmiller vom 24. Mai 1914 als sein „li­te­ra­ri­sches Lieb­lings­kind“ bezeichnet, „die das ganze Gefühl [s]einer Jugend enthält“. Sie weist viele autobiografische Bezüge auf. Auch stammt die Familie des Schriftstellers aus Lübeck, der Stadt, in welcher der Vater ein Konsul und Getreidehändler und seine Mutter eine Brasilianerin waren.

In Lübeck erlebte der in der Schule nicht besonders begabte Jüngling seine erste platonische Liebe zu einem hübschen blonden Knaben namens Armin Marten. Nach dem Tod des Vaters wurde die Getreidefirma deshalb aufgelöst, weil der Kaufmann sie keinem seiner Söhne anvertraut hatte. Die Familie siedelte nach München über, wo Thomas Mann erstmals im Kontrast zu dem bürgerlichen und strengen Lübeck den Boheme-Stil von München erlebte. 

Der Künstler-Bürger-Gegensatz, der den Autor sehr beschäftigte, und seine homoerotischen Neigungen werden in anderen seiner Werke, wie Buddenbrooks, Doktor Faustus oder Der Tod in Venedig, thematisiert. Die erste Anregung zu seiner Künstlernovelle Tonio Kröger, wie Thomas Mann selbst im Rückblick berichtete, bekam er im September 1899 während einer Reise nach Dänemark, auf der er auch nach längerer Abwesenheit erstmals wieder seine Heimatstadt besuchte. Als er seine Novelle Tonio Kröger schrieb, war Thomas Mann fast so alt wie die Hauptfigur und schon damals war er ein anerkannter und finanziell unabhängiger freier Autor.

Unsere Lektürehilfe zu Thomas Manns Novelle Tonio Kröger bietet Dir eine ausführliche Kapitelzusammenfassung, eine detaillierte Inhaltsangabe, eine kurze Zusammenfassung und eine Figurenkonstellation, welche das Werk aus verschiedenen Perspektiven heraus erklären und beleuchten. Die gründlichen Charakterisierungen dienen dazu, die vier Hauptfiguren Tonio Kröger, Hans Hansen, Ingeborg Holm und Lisaweta Iwanowna sowie die verschiedenen Nebenfiguren vorzustellen und näher zu beschreiben. 

Das Dokument Epoche befasst sich mit der Entstehung des Texts, der autobiografischen Bezüge, einer Schilderung Deutschland um 1900, sowie der Merkmale der Novelle, des Impressionismus und der Dekadenz im Werk.

Unsere umfassende Analyse untersucht die verschiedenen Bauelemente der Erzählung: Titel, Orte, Zeit, Aufbau und Inhalt, Parallelität und Leitmotive, Sprache, Stil, Ironie, Erzählperspektive / -Technik, Stilmittel und Intertextualität. 

Unsere eigehende Interpretation beleuchtet die wichtigsten Themen der Novelle: Das Verhältnis zwischen Tonio, Hans und Inge, die verschiedenen Figurengruppen, die Gegensätze zwischen Vater und Mutter, Nord und Süd, Bürgertum und Künstlertum, Tonios Außenseitertum, seine Kunstauffassung und seine Sexualität und Identität.

Alle Texte bleiben nahe am Text und sind in leicht verständlicher Sprache verfasst. Sie stellen ein zuverlässiges Werkzeug für das Verstehen des Textes dar, und bieten Anregungen für eigene Überlegungen im Deutschunterricht.

Referenzbuch: Fischer Taschenbuch Verlag, 2010.

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