Biografischer Hintergrund

Paul Celan wird am 23. November 1920 als Paul Antschel in Czernowitz, der Hauptstadt der Region Bukowina in Nordrumänien, als einziger Sohn einer deutschsprachigen jüdischen Familie geboren. Sein strenger und strenggläubiger Vater arbeitet als Makler im Holzhandel, seine Mutter ist eine eifrige Leserin. In seiner Geburtsstadt erlebt er eine glückliche Kindheit in bescheidenen Verhältnissen. Sie wird durch die kulturelle Mannigfaltigkeit beeinflusst: Ukrainer, Rumänen, Deutsche und Juden lebten in der Bukowina in einem friedlichen Miteinander zusammen, viele Künstler, Philosophen, Musiker und Schriftsteller hatten in der vielsprachigen Stadt ihre Heimat gefunden. Der empfindsame Junge teilt mit seiner Mutter das große Interesse an der Literatur und schreibt Gedichte, die er gern anderen vorliest. Nach dem Besuch einer deutschen und einer hebräischen Schule wechselt er auf ein rumänisches und dann aufgrund des Antisemitismus bis zum Abitur auf ein ukrainisches Gymnasium. 

Der begabte und strebsame junge Mann erhält also eine sehr umfangreiche gründliche Schulausbildung. Er kann fließend Deutsch, Hebräisch, Jiddisch und Rumänisch sprechen, zu diesen Sprachen kommen später noch Englisch und vor allem Französisch hinzu. Er kann mühelos von einer Sprache in die andere wechseln und sich gut verständigen. Für seine Dichtung benötigt Celan jedoch allein die deutsche Sprache. Nach dem Abitur beginnt er 1938 ein medizinisches Studium in Frankreich. In Tours begegnet Celan der Poesie des Surrealism...

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