Thomas Mann

Thomas Mann war ein deutscher Schriftsteller, der viele Romane, Erzählungen und Essays geschrieben hat. Berühmte Beispiele sind sein Debütroman „Buddenbrooks“, „Tod in Venedig“ oder „Doktor Faustus“. Mit „Der Zauberberg“ schuf Thomas Mann ein wichtiges Werk der literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit. Aus seiner Feder stammt auch die Novelle „Mario und der Zauberer“, die 1930 erstmals veröffentlicht wurde. Diese Werke wurden allesamt auch verfilmt.

Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren. Nach dem Tod des Vaters 1891 zog die Mutter mit ihren Kindern nach München um, als Thomas Mann 19 Jahre alt war.

Er hatte vier Geschwistern, darunter auch Heinrich Mann, der ebenfalls ein berühmter Schriftsteller werden sollte. Sein wohl bekanntestes Werk ist „Der Untertan“.

Thomas Mann heiratete 1905 seine Verlobte Katia Pringsheim. Mit ihr bekam er insgesamt sechs Kinder. Die Familie Mann war in Deutschland von großem öffentlichem Interesse. Mann, der früher deutsch-nationalistische Ansichten hatte, wurde um 1920 Anhänger der demokratischen Ordnung. Seine Familie hatte politisch eine linksliberale Haltung. Ökonomisch ging es der Familie gut, denn der Debütroman „Buddenbrooks“ war der Durchbruch und ein großer Erfolg des Schriftstellers.

Von den extremistischen Strömungen, die in den 1920er Jahren durch Europa gingen, hielt Thomas Mann nichts. Er litt unter der Hetze der rassistischen Parteien, die seine bürgerliche Familie als „dekadent“  beschimpften, sie „Judenfreunde“ nannten oder „undeutsche Nestbeschmutzer“, weil Thomas Manns Mutter in Brasilien geboren worden war. In den zwanziger Jahren machte Thomas Mann mit seiner Familie den Urlaub in Italien, der die Inspiration für die Novelle „Mario und der Zauberer“ war. Die Handlung der Novelle basiert auf wirklichen Ereignissen. Mann beobachtete die gesellschaftlichen Veränderungen in dem Land, das er bereits seit 1896 gut kannte, mit großer Sorge. Seine Bedenken sind in der Novelle sehr nachvollziehbar aus Sicht eines Icherzählers formuliert. Als Vorlage der Figur der achtjährigen Tochter in der Novelle diente übrigens Thomas und Katia Manns Tochter Elisabeth, die 1918 geboren worden war.

1929, ein Jahr vor Erscheinen der Novelle „Mario und der Zauberer“, erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur.

Thomas Mann verachtete Adolf Hitler, den Anführer der nationalsozialistischen Bewegung, die in den 1920er Jahren in Deutschland immer größer wurde. Seine Abneigung versteckte er nicht, sondern gab sie offen zu. 1933, in dem Jahr, als Hitler die Macht übernahm, floh Mann mit seiner Familie vor der Hetze der Extremisten in die Schweiz. Während er im Exil lebte, wurde er 1936 ausgebürgert und nahm daraufhin die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft an. 1938 siedelte er in die USA über. Erst nach Kriegsende unternahm Thomas Mann von dort aus Europareisen. Deutschland besuchte er 1949 wieder, zum ersten Mal nach seiner Flucht. Drei Jahre später zog er wieder zurück in die Schweiz.

Thomas Mann verstarb im Alter von 80 Jahren in Zürich.

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