Zusammenfassung

Der junge Micha Kuppisch lebt mit seiner Familie in einer winzigen Wohnung an der Berliner Mauer am kürzeren Ende der Sonnenallee – und zwar an dem Ende, das in Ostberlin liegt. Er verbringt viel Zeit mit seinen Freunden, die die gleichen Klamotten tragen und die die gleiche Musik hören, die in der DDR verboten ist. Genau wie alle anderen Jungen aus seiner Clique aus der Sonnenallee ist Micha in das gleiche Mädchen verliebt, in die schöne Miriam.

Doch Miriam knutscht lieber mit Westlern herum. Eines Tages wird sie bei einer Schulparty dabei von der Direktorin erwischt und zu einem Diskussionsbeitrag bei einer FDJ-Veranstaltung verdonnert. Auch Micha muss einen Diskussionsbeitrag leisten und so lernen sich die beiden kennen. Miriam verspricht Micha, ihm eines Tages zu zeigen, wie Westler küssen.

Doris und Horst Kuppisch sind Michas Eltern. Der Vater arbeitet als Straßenbahnfahrer und die Mutter ist Hausfrau.  Sein Onkel Heinz repräsentiert die Westverwandtschaft der Familie. Heinz kommt oft zu Besuch und warnt die Kuppischs davor, dass sie eines Tages an Lungenkrebs sterben werden, weil in der DDR die Wände mit Asbest verseucht sind. Er schmuggelt immer etwas mit für die Kuppischs – aber nur legale Sachen. Er traut sich nicht, illegale Ware zu schmuggeln.

Micha hat auch einen älteren Bruder, Bernd. Bernd ist nicht mehr der Alte, seit er von seinem Dienst bei der Nationalen Volksarmee zurückgekommen ist. Anscheinend hat ihn der Wehrdienst psychisch sehr belastet, denn Bernd redet fast nur noch wirres Zeug. Michas Schwester Sabine hat ständig einen neuen Freund und sie passt ihren Lebensstil immer ihrem gerade aktuellen Geliebten an.

Michas Mutter Doris ist sehr ängstlich und versucht, nie negativ aufzufallen. Sie befürchtet, Ärger zu bekommen, wenn sie ihre Meinung offen äußert, weil in der DDR in großem Umfang Überwachung praktiziert wird und die Menschen, die gegen das politische System oder die Regierung opponieren, sehr viele Nachteile oder sogar Schwierigkeiten bekommen können. Außerdem will sie, dass Micha in Moskau studiert. Deswegen versucht sie, nach außen hin so linientreu wie möglich zu erscheinen, denn nur angepasste Familien bekamen solche Privilegien eingeräumt.

Ihr Mann Horst ist dagegen ein offener Kritiker des Systems. Er will sehr oft Eingaben schreiben, also schriftliche Beschwerden, weil er glaubt, dass dies der einzige Erfolg versprechende Weg ist, die führenden Politiker in der DDR unter Druck zu setzen.  Doch er tut es fast nie.

Micha tut alles, um Miriam näherzukommen. Er meldet sich sogar in der Tanzschule an und wird zum besten Tänzer. Er wartet sehr lange darauf, dass Miriam ihn küsst. Michas Freund Mario steht auch auf Miriam, aber er kommt darüber hinweg. Er lernt nämlich eine etwas ältere Existenzialistin namens Elisabeth kennen und verliebt sich in sie. Die beiden versuchen, in der DDR so frei wie möglich zu leben, und träumen davon, eines Tages den Staat zu unterwandern.

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