Jugendroman /Entwicklungsroman

Merkmale des Jugendromans und des Entwicklungsromans

Zur Kategorie „Jugendliteratur“ gehören einerseits die Romane, die speziell für Jugendliche geschrieben worden sind. Die Romane können eine pädagogische Komponente enthalten, aber sie können auch lediglich der Unterhaltung dienen.

Zum Genre „Jugendroman“ werden andererseits die Werke gezählt, die eigentlich für Erwachsene geschrieben worden sind, die aber besonders viel von Jugendlichen gelesen werden.  Jugendromane enthalten häufig zahlreiche Dialoge und sind anschaulich geschrieben. Sie haben häufig einen Protagonisten, der sich selbst im Jugendalter befindet.

Entwicklungsromane sind Romane, in denen die psychische Reifung eines Protagonisten dargestellt wird. Manchmal handelt es sich um einen jugendlichen oder zumindest einen recht jungen Helden, der große Veränderungen durchlebt. Er steht im Konflikt mit der Lebenswelt um sich herum. Dadurch, dass er lernen muss, die Konflikte zu lösen oder zu überwinden, entwickelt er sich weiter und kann letztendlich seinen Platz in der Gesellschaft einnehmen.  

Die Genres Jugendroman und Entwicklungsroman können sich überschneiden.

Jugendliche Protagonisten

Der Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ fokussiert sich hauptsächlich auf die Jugendlichen Micha, seine Clique und Miriam. Die Jugendlichen treffen sich am alten Spielplatz, der sonst von niemandem benutzt wird, aber sie hüten sich davor, das Wort „Spielplatz“ zu benutzen: Sie nennen ihre Zusammenkünfte „am Platz rumhängen“ (S. 11).

In der DDR war das, was verboten war, von den Jugendlichen besonders begehrt. Die Kumpels sammeln eifrig Musik, indem sie sich verbotene Platten besorgen und diese auf Kassetten überspielen (vgl. S. 57 f.). Micha hat altersgemäße Interessen. Er hört illegale Musik aus dem Westen und teilt sie mit seinen Freunden.

Michas Probleme in der DDR sind die typischen Schwierigkeiten eines Jugendlichen – wo auch immer auf der Welt: Wie beeindruckt man jemanden, auf den man steht? Wie emanzipiert man sich von seinen Eltern? Wie findet man seinen Platz in der Gesellschaft, gegen die man eigentlich rebellieren will? Ebenso wie viele Jugendlichen hat Micha keine klaren Pläne für die Zukunft. Er weiß nicht, was aus ihm einmal werden soll. Nachdem sein Onkel Heinz gestorben ist, denkt Micha darüber nach, einmal Schriftsteller zu werden (vgl. S. 152)...

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