Satire und Humor

Kritik an den Autoritäten

Viele Missstände, die den Bürgern in der DDR zugemutet wurden, werden in Am kürzeren Ende der Sonnenallee satirisch veranschaulicht. Das bedeutet, dass die negativen Aspekte am Leben in Ostberlin hier durch eine humoristische oder überspitzende Darstellungsweise verspottet und indirekt kritisiert werden.

In der DDR herrschte die Diktatur der Partei SED. Es galten in vielen Bereichen strenge Regeln und die Menschen mussten sich sehr unterordnen, um nicht in Probleme zu geraten.

Vor allem die Obrigkeiten, die für diese Zustände in der DDR verantwortlich waren und sie noch förderten, werden in Brussigs Roman auf die Schippe genommen.

Am deutlichsten kann man die satirische Darstellung der Autoritäten an den Figuren ABV (siehe auch Abschnitt „Sprache der Ungebildeten“), der Schuldirektorin und dem Grenzer erkennen. Die Direktorin mit dem albernen Namen „Erdmute Löffeling“ (S. 22) ist z. B. eine strenge, selbstzufriedene Frau, welche gern Strafen verteilt, wenn die Schüler sich nicht vollständig unterordnen.

Micha muss zum Beispiel einen Diskussionsbeitrag halten. Weil er in Miriam verliebt ist und sie ihn beinahe gerade geküsst hat, erzählt er völlig wirres Zeug von Liebe und Schmetterlingen, statt sich den kommunistischen Vordenkern seines Staates zu widmen. Micha hat alles andere als revolutionäre Gedanken im Kopf, aber Frau Löffeling ist naiv und scheint vieles von dem, was um sie herum geschieht, nicht wahrzunehmen. Sie kommentiert seinen Beitrag  mi...

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