Motive

Mauer und Todesstreifen

Das auffälligste Motiv im Roman ist die Berliner Mauer mit dem Aussichtsturm und dem Todesstreifen. Diese drei Teile können als Motiv bezeichnet werden, da sie immer wieder in der Geschichte auftauchen und eine relevante Bedeutung für die Handlung in sich tragen.

Micha und seine Freunde leben ganz nahe an der Berliner Mauer. Sie können von ihren Fenstern aus in den Todesstreifen hineinblicken. Micha muss die „tägliche Demütigung“ aushalten, dass Westberliner ihn vom Aussichtsturm aus beobachten und sich über ihn lustig machen. Er gewöhnt sich nie daran (vgl. S. 9).

Durch den Todesstreifen ist den Romanfiguren die Einengung, welche ihr Heimatland ihnen zumutet, stets bewusst: Die Mauer und der Todesstreifen sollten ab 1961 die Flüchtlingsströme, welche in den 1950er Jahren die DDR gen Westen verließen, eindämmen.

Der Todesstreifen ist ein streng überwachtes Gebiet, gespickt mit geheimen, gefährlichen Grenzsicherungsanlagen, die Ost- und Westberlin voneinander trennen: Er ist mit Zaun, Selbstschussanlagen und Minenfeldern ausgestattet. Menschen, die aus der DDR fliehen wollen, müssen ihr Leben riskieren, um ihn zu überqueren.

Als Wuschel eines Tages tatsächlich von einem Grenzer angeschossen wird, weil es unter diesen schlechten Lichtverhältnissen „völlig unmöglich“ war, „harmlos zu wirken“, und der...

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