Deichbau

In Nordfriesland werden Deiche seit dem 11. Jahrhundert gebaut. Der steigende Meeresspiegel zwang die Menschen dazu, sich vor Überflutungen zu schützen, denn die Sturmfluten kosteten zahlreichen Menschen das Leben. Als Baustoff wurden dabei Marschboden und Sand verwendet. Ab dem 16. Jahrhundert diente das Deichwesen auch zur Landgewinnung. Dabei spielen die sogenannten Lahnungsfelder eine entscheidende Rolle. Lahnungsfelder werden angelegt, indem parallele Holzpfahlreihen in den Sedimentboden getrieben werden. Zwischen die Holzpflöcke werden Äste und Zweige geflochten. So werden Sedimentteilchen zurückbehalten. Der gewonnene Boden nimmt mit der Zeit an Höhe zu. Ist das Niveau des angelandeten Bodens so weit gestiegen, dass das Wasser die Lahnungsfelder nicht mehr erreicht, werden Entwässerungsgräben ausgehoben. Der auf diese Weise gewonnene Schlamm trägt weiter zur Landerhöhung bei.

Das Profil der Deiche, über das sich Hauke in der Novelle Der Schimmelreiter schon als Kind Gedanken macht, spielt eine entscheidende Rolle beim Deichbau. Nicht nur die Höhe und die Stärke eines Deiches sind entscheid...

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