Aufbau

Das Besondere an der Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm ist, dass sie in drei Erzählebenen unterteilt ist. Die Geschichte von dem Schimmelreiter beginnt nicht in medias res.[1] Theodor Storm führt den Leser über mehrere Stufen in die Geschichte ein. Es handelt sich um eine doppelte Rahmenerzählung, die die Binnenhandlung mit einschließt.

In dem ersten Rahmen berichtet ein Ich, wie es "vor reichlich einem halben Jahrhundert" (S.5) bei seiner Urgroßmutter in einer Zeitschrift eine Gespenstergeschichte gelesen hat, von der es nun erzählen möchte. In dem zweiten Rahmen übernimmt der Erzähler eben diese Erzählung und malt aus, wie er während eines Unwetters auf einem nordfriesischen Deich entlangreitet und dabei einer unheimlichen Männergestalt auf einem Schimmel begegnet. Im Wirtshaus, in das der Reisende einkehrt, beginnt der Schulmeister, die Geschichte über den Schimmelreiter wiederzugeben, die den Kern der Novelle bildet. Im Folgenden sollen diese drei Erzählebenen genauer untersucht werden.

Die äußere Rahmenhandlung

Die Novelle beginnt mit dem Bericht eines Ich-Erzählers, der davon berichtet, wie er einst bei seiner Urgroßmutter eine unheimliche Gespenstergeschichte in einer Zeitschrift gelesen hat, die ihn so sehr beeindruckte, dass er sie bis zum heutigen Tage nicht vergessen hat. Diese Episode bildet den äußeren Erzählrahmen. Die äußere Rahmenerzählung wird in der Novelle nicht geschlossen, weshalb sie eher w...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen