Kapitelzusammenfassung

Das Ehepaar Hradscheck steht im Mittelpunkt von Theodor Fontanes Novelle Unterm Birnbaum (1885). Abel lernt Ursel kennen, als er sich auf dem Weg nach Holland befindet, um nach Amerika auszuwandern, und ist  sofort von ihr fasziniert.  Sie siedeln bald in das nahe Dorf  Tschechin über und Ursel konvertiert vor ihrer Heirat zum evangelischen Glauben.

Nach dem ersten Glück erleben die Eheleute schwierige Zeiten. Ihre Kinder sterben, Abel trinkt. Sie sind verschuldet. Dann denkt sich das Ehepaar einen ausgeklügelten Plan aus und ermordet den Handlungsreisenden Szulski, um ihn zu bestehlen. Abel und seine Komplizin Ursel begehen anscheinend den perfekten Mord: Der verdächtige und verhaftete Abel wird schnell wieder freigelassen. Die Tat hat aber schwere Konsequenzen für beide. Das schlechte Gewissen plagt Ursel, die nach kurzer Zeit stirbt. Abel wird zuletzt das Opfer seines Aberglaubens.

Die Novelle ist in insgesamt zwanzig Kapitel untergliedert, die meist in chronologischer Reihenfolge das gesamte Geschehen schildern. Für jedes der insgesamt zwanzig Kapitel wird eine knappe, aber aussagekräftige Kapitelzusammenfassung erstellt, die es ermöglicht, die Handlung kompakt zu überblicken und die einzelne Szene auch schnell wieder zu lokalisieren. Für einen besseren Überblick werden die Angaben zum Inhalt für jedes Kapitel durch Angaben zu den handelnden Personen, der Zeit und den verschiedenen Schauplätzen ergänzt. Hiermit  kannst Du nicht nur den zeitlichen Rahmen der Handlung leicht überblicken, sondern auch die wichtigsten Personen der Novelle leicht erkennen.

Unsere Inhaltsangabe und Zusammenfassungen stellen das ideale Werkzeug dar, um die systematische Arbeit mit der zwar kurzen, aber komplexen Novelle Unterm Birnbaum zu erleichtern. 

Referenzbuch: Fontane, Theodor: Unterm Birnbaum. 5. Auflage. Berlin: Cornelsen Verlag, 2015.

Kapitel 1, S. 11-14

Ort: Tschechin, Gasthaus und Materialwarengeschäft von Abel Hradscheck

Zeit: Anfang Oktober 1831

Personen: Abel Hradscheck, Jakob, Frau Jeschke, Ursel Hradscheck

Handlung: Zu Beginn der Handlung schickt der Händler Abel Hradscheck seinen Gehilfen Jakob mit Rapssäcken zur Ölmühle, um Öl daraus pressen zu lassen, das er an einen wartenden Kunden verkaufen möchte. Nachdem Jakob fort ist, geht Abel in den Garten, wo er kurz mit seiner Nachbarin Frau Jeschke spricht.

Als er zurück ins Haus geht, um in den Büchern nachzuschauen, bemerkt er, dass seine Frau Ursel Kränze bindet. Diese sind für die verstorbenen Kinder des Ehepaares, da es deren Sterbetag ist. Diesen hat  Abel vergessen und darf daher seine Frau nicht zum Friedhof begleiten.

Seine Frau tadelt Abel wegen seines Alkoholkonsums und seiner Spielsucht, da die Finanzen des Geschäftes nicht gut stehen. Abel ist sich der schwierigen finanziellen Lage bewusst und teilt seiner Frau seine Bedenken mit, da bald ein Vertreter der polnischen Firma Olszewski-Goldschmidt eintreffen wird, um Abels Schulden einzutreiben.

Kapitel 2, S. 15-17

Ort: Tschechin, Garten von Abel Hradscheck

Zeit: Eine Woche später, Mitte Oktober 1831

Personen: Abel Hradscheck, Frau Jeschke, Ursel Hradscheck

Handlung: Eine Woche später hat Abel immer noch kein Glück beim Lotto. Er beginnt, nervös zu werden, da schon bald der Handlungsreisende eintreffen wird, der die Schulden eintreibt. Oft kreisen seine Gedanken um dieses Thema. Um sich abzulenken, verbringt er viel Zeit im Garten, da die Gartenarbeit seine Lieblingsbeschäftigung geworden ist.

Kurz nach einem Gespräch mit seiner Nachbarin Frau Jeschke entdeckt er beim Umgraben eines Beetes unter dem Birnbaum eine Leiche. Er kann erkennen, dass es sich um einen französischen Soldaten handelt, doch er beschließt, niemandem etwas davon zu sagen, und vergräbt ihn wieder. Abel begreift direkt, dass dieser Fund ihm dabei helfen kann, seinen Mordplan in die Tat umzusetzen, den er schon seit Längerem ausgeheckt hat.

Kapitel 3, S. 18-21

Ort: Tschechin, Haus und Garten von Familie Hradscheck

Zeit: Mitte Oktober 1831

Personen: Abel Hradscheck, Ursel Hradscheck

Handlung: Als Abel in die Wohnung kommt, ist seine Frau dabei, ein Samtkäppchen für den Pater Eccelius zu besticken, um ihm ihre Freundschaft zu beweisen. Darüber entwickelt sich ein Streitgespräch zwischen den beiden Eheleuten, in dem es darum geht, dass Ursel teure und schlecht zusammenpassende Möbel nach dem Tod der Kinder gekauft hat, für die sie von der Dorfgemeinschaft bewundert und gleichzeitig ausgelacht werden.

Beide sind der Meinung, dass Armut das Schlimmste ist, was ihnen passieren kann. Ursel geht dabei so weit, dass sie droht, sich das Leben zu nehmen, sollten sie arm und ihr Besitz gepfändet werden. Später versöhnen sie sich wieder und gehen im Garten spazieren, da Abel befürchtet, dass jemand sie belauschen könnte. Im Garten macht Abel seiner Frau einen Vorschlag, den sie zuerst ablehnt, dem sie dann aber schließlich zustimmt. Man erfährt als Leser nichts über den Inhalt des Vorschlags.

Kapitel 4, S. 21-26

Ort: Tschechin, Kegelbahn im Garten von Hradscheck

Zeit: Ende Oktober bis Mitte November 1831, Briefdatum: 9. November 1831

Personen: Abel, Ölmüller Quaas, Bauer Mietzel, Bauer Kunicke, Ede, Kegeljunge, Frau Quaas, Frau Mietzel, Postbote, Ursel, Bauernmädchen, Mutter Schickedanz

Handlung: Fünf Männer kegeln an einem Herbstnachmittag im Garten auf Hradschecks  Kegelbahn, als Abel durch den Briefträger eine angebliche Nachricht seines Schwagers überbracht wird. Darin steht, dass Abels verstorbene Schwester ihm eine Erbschaft hinterlässt. Abel gibt sich sehr aufgeregt  und beschließt, seine Frau nach Berlin zu schicken, um die Erbschaft abzuholen.

Die neidischen Reaktionen der reichen Bauersfrauen im Dorf, Frau Quaas und Frau Mietzel, werden dargestellt. Doch es stellt sich heraus, dass diese Nachricht gefälscht ist und in Abels Plan dazu dient, das Geld, welches das Ehepaar durch Mord an sich bringen will, gegenüber den Dorfbewohnern zu legitimieren. So werden die Anwesenden getäuscht. Um die Schulden bei dem Handlungsreisenden begleichen zu können, veruntreut Abel die Feuerkassengelder und deckt den Rest mit einem kleinen Wechsel. Ursel und Abel wissen nun genau, was zu tun ist, und führen ihren mörderischen Plan nun aus.

Einige Wochen später erhält Abel einen Brief von Olszewski-Goldschmidt & Sohn, der ihm den Reisenden Szulski ankündigt, der einen seit drei Jahren offenen Kredit einfordern will. Ursel reagiert nervös auf diese Ankündigung, Abel dagegen scheint guter Laune zu sein.

Kapitel 5, S. 26-32

Ort: Tschechin, Haus und ...

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