Die Fremden

Die hergelaufene Seittänzerin

Die Handlung spielt in einem großen und reichen Oderbruchdorf zwischen 1831 und 1833. In der damaligen Zeit war eine solche Siedlung vor allem durch die reichen Familien und örtlichen Vorsteher geprägt. Fremde fielen in solchen alteingesessenen Gemeinschaften sofort auf.

Abel, der aus der Nähe von Tschechin stammt, wird relativ gut in der Gemeinde aufgenommen, aber die aus der Nähe von Hildesheim stammende Ursel ist den Anfeindungen der Dorfgemeinschaft schutzlos ausgeliefert. Diese „hergelaufene Hradscheck“ (S. 24) war den Gerüchten nach früher Seiltänzerin, was sie in den Augen der Bauern zu einer minderwertigen Person macht. Außerdem wird ihr nachgesagt, dass sie eitel und eingebildet ist, sodass sie „vor Vornehmheit nicht sprechen“ (S. 39) kann. Frau Mietzel äußert sich beispielsweise fremdenfeindlich Ursel gegenüber: „Und ich sage bloß, wenn wir alles hergelaufene Volk ins Dorf kriegen, so haben wir nächstens auch Zigeuner hier...“ (S. 24).

Mit ihrer Meinung haben die Dorfbewohner nicht ganz Unrecht, denn Ursel hält sich für etwas Besseres und betont immer wieder, dass sie feiner als die anderen Leute ist. So wirft sie auch ihrem Mann fehlende Bildung vor und legt Wert darauf, zu betonen, dass sie an gebildete Menschen gewöhnt ist. Damit grenzt sie sich sehr von den Dorfbewohnern ab.

Einzig zu Pastor Eccelius hat Ursel ein gutes Verhältnis, da dieser aufgrund seines Amtes ein gebildeter Mann ist. Um ihre Besonderheit auch nach außen hin noch zusätzlich zu betonen, spricht sie anders als die Dorfbewohner (S. 24) und veranlasst ihren Mann dazu, unverhältnismäßig teur...

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