Der Leser als Kriminalist

Da der eigentliche Mord an Szulski nicht geschildert wird, muss der Leser selbstständig herausfinden, warum er verschwunden ist und ob der Unfall wirklich ein Unfall war. In der Zeit, in der die Erzählung verfasst wurde, war die moderne Figur eines allwissenden Detektivs noch weitgehend unbekannt, sodass der Erzähler diesen Teil anders strukturieren und aufbauen musste.

Schon vor dem Verschwinden von Szulski gibt es einige Stellen im Text, an denen der Leser erkennt, dass Abel und Ursel einen Plan aushecken, der dem Leser aber nicht bekannt wird. Das erste Mal wird er stutzig, als er erkennt, dass die Erbschaft erfunden ist und Abel Feuerkassengelder veruntreut, um seine Schulden bezahlen zu können. Auch ahnt er, dass Abel in einen Mord verwickelt sein könnte und folgt aufgrund der Beweislage wie die Dorfbewohner diesem Verdacht.

Als der tote Soldat im Garten von Abel dessen Unschuld beweist, wird der Leser stutzig, als Abel angibt, er habe den toten Soldaten erst in der Nacht des Unglücks entdeckt, als er einen verdorbenen Schinken vergraben wollte (S. 52). Der Leser weiß in diesem Moment mehr als die Dorfbewohner und erinnert sich, dass er die Leiche bereits früher entdeckt hatte und daraufhi...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 4,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen