Aberglaube

Frau Jeschke

Frau Jeschke ist dafür bekannt und gefürchtet, dass sie „quacksalberte“, „sympathetische Kuren“ (S. 16) macht und Blut bespricht, um Krankheiten zu heilen. Angeblich kann sie auch den Tod von Menschen voraussagen. Sie kennt sich mit schwarzer Magie aus und hat großen Respekt vor Pastor Eccelius, der sie für einen Vertreter der weißen Magie hält. Im Dorf gilt sie als eine Hexe, welche die übrigen Dorfbewohner nicht wirklich einordnen können. Sie spielt mit diesem Ruf und wird dadurch zu einem wichtigen Faktor der Erzählung.

Frau Jeschke erkennt, dass Abel, Male und Ede abergläubisch sind, und nutzt ihr Ansehen und ihren Ruf dazu, ihre Nachbarn zu verunsichern. Sie erzählt beispielsweise Abel, dass er sich mit Farnkrautsamen oder einer Kerze aus Lammtalg unsichtbar machen kann. Abel „glaubte nichts davon und auch wieder alles“ (S. 16). Es scheint ihr dies Spaß zu machen, da sie selbst über ihre Bemerkungen zum Unsichtbarmachen lachen muss, gleichzeitig kann sie damit ihren Nachbarn ärgern, den sie nicht mag.

Abel versucht tatsächlich am Ende der Erzählung, sich mit Farnkrautsamen unsichtbar zu machen. Als der Versuch misslingt, muss er über sich selbst lachen. Doch aufgrund des Wissens von Frau Jeschke hat er Angst vor ihr, da er sie nicht einschätzen kann.

In der Abwesenheit von Abel schürt Frau Jeschke die Angst bei Ede und gibt ihm zu verstehen, dass es im Keller von Abel spukt. Dort sei ein Geist, der an die Füße greift. Der einfältige Ede glaubt dies sofort und steckt mit seiner Angst auch Male an. So weigern sich die beide...

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