Kriminalgeschichte

Die Darstellung von Kriminalfällen in der Literatur kann man in zwei große Bereiche einteilen. Es gibt die sogenannte Verbrecherliteratur, die den Verbrecher in den Vordergrund der Handlung rückt. Auf der anderen Seite gibt es diejenige Kriminalliteratur, die den Kriminalfall und seine Aufdeckung in den Mittelpunkt stellt. Sie endet klassischerweise mit der Aufdeckung des Verbrechens.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wird die Verbrecherliteratur sehr populär. Es werden Sammelbände herausgegeben, welche die ungewöhnlichsten und seltsamsten Verbrechen und ihre juristische Aufarbeitung schilderten. Schiller setzt sich mit dieser literarischen Form auseinander und erschafft mit „Verbrecher aus verlorener Ehre“ und seinen Übersetzungen von Pitaval[1] gegen Ende des 18. Jahrhunderts bedeutende deutschsprachige Werke in diesem Bereich. Ebenso verfasst er mit „Der Geisterseher“ und den Fragmenten „Die Polizei“ und „Die Kinder des Hauses“ frühe Formen der deutschsprachigen Kriminalliteratur.

Im 19. Jahrhundert tendiert der Publikumsgeschmack immer mehr in Richtung der Kriminalliteratur. Ein bekanntes deutschsprachiges Werk ist „Das Fräulein von Scuderi“ (1819-1820) von E.T.A. Hoffmann. Hierbei handelt es sich um einen Mörder, der in der Nacht in Paris Männer auf dem Weg zu ihren Geliebten überfällt und ihne...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de, erhalten Sie Zugang zu alle E-Books.

Erhalte Zugang für nur 4,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen