Die wahre Begebenheit

Aus verschiedenen Aufzeichnungen Fontanes während seiner Arbeit an „Unterm Birnbaum“ geht hervor, dass die fiktive Handlung an reale Ereignisse angelehnt ist, die Fontane aufgrund seines Lebenslaufs bekannt sind. Vorlage für den fiktiven Ort Tschechin ist das reale Dorf Letschin. In Letschin, einem Ort, in dem der Vater von Fontane mehrere Jahre eine Apotheke besitzt, absolviert Fontane 1844/1845 ein Praktikum in eben dieser Apotheke.

Die Gemeinde Letschin ist genau die Umgebung, in die auch das fiktive Dorf Tschechin eingeordnet werden kann und in deren Norden das reale Dorf Neu-Lewin zu finden ist, das ebenfalls in der Handlung vorkommt. Fontane sind ähnliche Kriminalfälle bekannt, da sein Vater als Mitglied der Bürgergarde in Swinemünde mit solchen Ereignissen konfrontiert wird.

In Letschin selbst wird 1842 im Garten eines Gastwirts eine Leiche entdeckt. Bei ihr handelt es sich vermutlich um die Überreste eines Stettiner Getreidereisenden, der 1836 im Gasthof übernachtet hat und danach verschwunden ist (S. 85[1]). Dieser Gasthof heißt damals „Hirschlaffscher Gasthof“ und existiert heute noch unter dem Namen „Zum Alten Fritz“.

Dem Gastwirt Fitting und seiner Frau aber kann dieser Mord nicht nachgewiesen werden. Es wird damals aber das Gerücht verbreitet, dass er dort umg...

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