Epoche

Die verschiedenen Artikel zu der Epoche der Novelle Unterm Birnbaum lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Da das Werk in der Mitte der 1880er Jahre verfasst wurde, wird zuerst auf die Zeit der Textentstehung eingegangen. Dafür werden Zeitzeugnisse, insbesondere Tagebucheinträge und Briefe von Fontane, analysiert und so die Entstehung der Novelle nachgezeichnet.

Da  Theodor Fontane sich auf reale Vorkommnisse und Gerüchte aus der damaligen Zeit bezieht, entsteht so ein sehr interessantes Bild der Arbeitsweise des Vertreters des Realismus. Auf der anderen Seite spielt die eigentliche Handlung Anfang der 1830er Jahre, sodass in einem gesonderten Kapitel auch auf die Umstände der damaligen Zeit eingegangen wird.

Nach dem historischen Hintergrund wird der literarische Hintergrund erläutert. Erst wird gründlich erläutert, warum die Geschichte eine Novelle darstellt, bevor der bürgerliche Realismus kurz beschrieben wird.

Die Werke des Realismus legen großen Wert darauf, möglichst reale und aus dem wirklichen Leben gegriffene Personen zu erschaffen, die für die möglichst realistische Darstellung in ein bestimmtes soziales Umfeld integriert werden. Es wird untersucht, welche Merkmale dieser Epoche sich im Text wiederfinden lassen: Die exakte, naturgetreue und objektive Darstellung der Realität, die Beschreibung des bürgerlichen Alltags und des  Verhältnisses des Individuums zur Gesellschaft, der Historismus, der Regionalismus, die Dialekte und die individuellen Sprechweisen und die moralischen Aspekte.

Anschließend wird die Novelle als  frühe deutschsprachige Kriminalgeschichte beschrieben.

Schlussendlich verdeutlicht ein Blick auf die Rezeption und Kritik, welche Aufnahme das Werk anfangs erfuhr und wie es heutzutage bewertet wird. Eine Schilderung der wahren Begebenheit, welche die Novelle inspiriert hat, ist auch hier zu finden.