Charakterisierung Die Behörden und der Pastor

Woytasch

Woytasch ist der Ortsvorsteher („Schulze“) von Tschechin. Aufgrund seines hohen Amtes ist er entsprechend gut gekleidet und der Vorgesetzte des Gendarmen Geelhaar. Frau Mietzel hat ihn im Verdacht, dass er ein Auge auf Ursel geworfen hat (S. 24). Nachdem Abel freigesprochen worden und nach Tschechin zurückgekehrt ist, wird Woytasch ebenfalls einer der Gäste, die bei Abel einkehren, und bewundert dessen Talent bei seinen Vorführungen, ebenso wie er die Berliner bewundert (S. 73). Er ist nur etwas verstimmt darüber, als sich Abel über Geelhaar lustig macht (S. 73).

Er ist nicht für dieses Amt geeignet, denn er erweist sich als ein schwacher Charakter. Bei den Dorfbewohnern gilt er als ein Mann, der zu Hause nicht reden darf und eine „Suse“ (S. 24) ist. Die Dorfbewohner glauben, dass er unter dem Pantoffel seiner Frau steht und daheim nichts zu sagen hat. Als Gerüchte verbreitet werden, dass Abel seine ehemalige Geliebte Rese ermordet haben soll, fährt Woytasch nach Neu-Lewin, um diese Anschuldigungen gegenüber seinem Freund Abel aus der Welt zu schaffen, indem er „alles wieder still machte“ (S. 24). Wie wenig Selbstbewusstsein er hat, zeigt sich schließlich nach dem Tod von Abel. Es ist ihm, ebenso wie auch den anderen Freunden von Abel, peinlich, dass dieser ein Mörder war (S. 82).

Daher erklärt er Pastor Eccelius, dass die Dorfbewohner nun das Grab von Ursel schänden werden, was sie aber dulden müssen. Als Grund dafür weist er darauf hin, dass die Ordnung der Dorfbewohner über der Kirchhofordnung steht (S. 83). Als Grab für seinen Freund schlägt er den Kirchhof vor, und zwar in einer Ecke mit Nesseln und Schutt.

Gregor Geelhaar

Der Gendarm Geelhaar ist eine der wichtigsten und geachtetsten Personen im Dorf Tschechin. Er wird auf der einen Seite als ein guter Gendarm, auf der anderen Seite als „Saufaus“ (S. 45) beschrieben, der lange Zeit umsonst in der Wirtsstube bei Abel trinkt, bis dieser ihn eines Tages auf die negativen Folgen seines Alkoholkonsums hinweist. Daraus entwickelt sich eine „erbitterte Feindschaft“ (S. 45) zwischen den beiden. Geelhaar ist daher auch völlig davon überzeugt, dass Abel schuldig ist. Er umwirbt Line, die Nichte von Frau Jeschke.

Bei einem Besuch bei Frau Jeschke, den er ihr hauptsächlich wegen Line abstattet, erfährt Geelhaar von der Nachbarin der Hradschecks, dass sie Abel in der Nacht des Verschwindens von Szulski dabei beobachtet hat, wie er in seinem Garten grub und im Keller Licht anhatte. Geelhaar kritisiert Frau Jeschke dafür, dass sie ihm erst nach einiger Zeit diese wichtige Information mitgeteilt hat und droht ihr Konsequenzen an (S. 48). Nur Line schafft es, ihn zu beruhigen und ihn davon abzubringen, dass ihre Tante bestraft wird.

Bei der Ausgrabung des tot...

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